Königlicher Besuch: Veranstalter des 19. Morbacher Herbstes erwarten mehr als 10.000 Besucher

Königlicher Besuch: Veranstalter des 19. Morbacher Herbstes erwarten mehr als 10.000 Besucher

Rund 50 Fachgeschäfte und die Betreiber von 100 Marktständen erwarten am Sonntag die Besucher in Morbach. Auf dem Platz Pont sur Yonne wird es majestätisch zugehen. Elf Königinnen, vom Viez über Tabak bis zur Edelsteinkönigin haben ihr Kommen mit ihren Prinzessinnen zugesagt. Morbach zeigt sich märchenhaft für Groß und Klein.

Eine Welt mit Märchen, Königinnen und Prinzessinnen erwartet die Besucher des 19. Morbacher Herbstes mit dem 16. Bauern- und Kreativmarkt am Sonntag, 25. September. Rund 50 Fachgeschäfte öffnen um 13 Uhr ihre Pforten. Doppelt so viele Bauern und Handwerker bieten ihre Produkte an, alles aus der Region, alles handgemacht.

Die Vorstandssprecherin des Gewerbe- und Verkehrsvereins, Ina Mertiny-Dombrowski, lobt ausdrücklich ihr Vorstandsmitglied Edeltrud Reinhard: "Sie hatte die Idee, suchte die Adressen heraus." Das Märchenhafte sei aber nicht nur ein Thema für Kinder. Das zauberhafte Morbach soll bei allen Besuchern in Erinnerung bleiben. Die Landfrauen sorgen für das entsprechende Ambiente der Majestäten, die mal Sonnenkönigin sind, mal den Pfefferminz, den Viez oder den Tabak repräsentieren. Edelstein- und Holunderkönigin, alle stellen sie ihre Produkte auf dem Platz Pont sur Yonne im Schatten von St. Anna vor.

Interessante Aktionen gibt es natürlich auch in und um die Geschäfte. "Kein Morbacher Herbst ist wie der andere", freut sich Ortsvorsteher Georg Schuh. Er dankt dem Gewerbe- und Verkehrsverein, der diese Großveranstaltung schultert, und den vielen weiteren Helfern wie Landfrauen und Landjugend, die den Ort schmücken.

Wie wird ein Motto entwickelt? Edeltrud Reinhard sind einfach die vielen Königinnen im Internet aufgefallen. Neue Ideen können auch schon mal beim Freizeitsport wie aus dem Nichts auftauchen. "Alle elf Königinnen mit Prinzessinnen zusammenzutelefonieren war mindestens 50 Stunden Arbeit", verrät sie.

Geschäftsführer Jürgen Fetzer weiß: "Ein verkaufsoffener Sonntag ist sehr wichtig für die Gewerbetreibenden, aber erst durch zusätzliche Attraktionen kommen viele Besucher." Der Morbacher Herbst habe eine ähnlich große Bedeutung wie die Kirmes. Diese Großveranstaltung halte den Ortskern lebendig. Auch Morbach leide unter dem modernen, digitalen Einkauf im Internet. Deshalb muss es für die Besucher ein Erlebnis werden, hierher zu kommen: "Es ist ein Geben und Nehmen für Kunden und Gewerbetreibende."

Klaus Gauer-Kneppel ist für die Anbieterauswahl zuständig: "Da achten wir streng auf Vielfalt." Alles müsse aus der Region stammen und selbst produziert sein. Der Organisator und sein Team arbeiten gut ein Jahr daran. Sie freuen sich aber auch über treue Anbieter, die ihr Handwerk vorführen können.

Wenn das Wetter mitspielt, sollen es wieder mehr als 10 000 Besucher werden. Das Motto fürs nächste Jahr steht auch schon fest. Verraten wollen das aber weder Edeltrud Reinhard noch Klaus Gauer-Kneppel.Extra

10 Uhr: Maria-Königin-Messe in der katholischen Kirche St. Anna, musikalische Begleitung von Maryna Bense; 11 Uhr: Eröffnung des 19. Morbacher Herbstes durch Bürgermeister Andreas Hackethal und Ina Mertiny-Dombrowski, die Vorstandssprecherin des Gewerbe- und Verkehrsvereins, untermalt von den Jagdhornbläsern der Kreisgruppe Bernkastel-Wittlich im Landesjagdverband; 14 und 16 Uhr: Märchenaufführung der Grundschule Morbach; Malschule Hölter, Kälbchen und Schweine, Kinderkarussell, Klettern im Waldseilgarten, Trettraktor-Parcours, Stände des Hunsrückhauses, der Touristinformation und des Naturparks Saar-Hunsrück, Ausstellung neuer und historischer Fahrzeuge, die Feuerwehr stellt vor dem Rathaus aus, die Energielandschaft bietet einen Tag der offenen Tür. doth

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