Kombibad: Idar-Oberstein wartet auf Signal aus Mainz

Ein Sparpaket von insgesamt rund 1,2 Millionen Euro muss die Stadt schnüren, damit das Kombibad im Gewerbepark Nahetal definitiv gebaut werden kann. Das verlangt das Innenministerium als Bedingung für seine grundsätzliche Zustimmung zu dem Projekt.

Idar-Oberstein. (kuk) Das Innenministerium fordert von der Stadt Idar-Oberstein "konkrete Zahlen und Beschlüsse" vor seiner Zustimmung zum Bau des Kombibads. Das hat Oberbürgermeister Bruno Zimmer im Stadtrat auf Anfrage von Alexander Reinert (LUB) berichtet.

Ein Teil der bei anderen Haushaltspositionen einzusparenden Summe betrifft die Mehrausgaben, die beim Kombibad gegenüber dem jetzigen Aufwand pro Jahr fällig werden - das sind allein rund 500 000 Euro. Hinzu kommt noch der dicke Batzen, den Idar-Oberstein für den vom Land geplanten Entschuldungsfonds für Kommunen aufbringen muss. Die 8,4 Millionen Euro, die dabei die Stadt ab Januar 2012 selbst schultern muss, bedeuten eine finanzielle Belastung für Zinsen und Tilgung von rund 700 000 Euro jährlich. Nach der bisherigen Grobkostenschätzung würde das Bad insgesamt rund 12,3 Millionen Euro kosten. Die Stadt müsste so für Darlehen und Betrieb rund 1,2 Millionen Euro jährlich aufbringen - rund 500 000 Euro mehr als zurzeit. Eine satte Mehrheit im Stadtrat von SPD, CDU und Freier Liste hatte sich Ende Juni für das neue Kombibad im Gewerbepark Nahetal ausgesprochen. Bei FDP, LUB, Grünen und der Linken gibt es hingegen nach wie vor erhebliche Bedenken.