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Kommentar zum Postkartenstreit zwischen Maring-Noviand und Osann-Monzel

Gewerbegebiet : 220: Eine Zahl, die Angst macht

Ob jemals 220 Hektar Gewerbegebiet zwischen Maring-Noviand, Platten und Osann-Monzel entstehen werden? Wohl kaum.

Zum Vergleich: Der größte Industrie- und Gewerbepark weit und breit, der IRT Föhren, hat eine Fläche von ziemlich genau 240 Hektar, ist also nur ein kleines wenig größer als die Potenzialfläche, um die es in der Postkarte geht. 240 Hektar - das sind 2,4 Quadratkilometer oder auch 240 Fußballfelder.

Stellt man in Rechnung, dass gar nicht weit entfernt, in Mehring im Landkreis Trier-Saarburg, ein Gewerbepark mit 80 Hektar geplant ist, und der Interkommunale Gewerbepark Maring-Noviand mit 63 Hektar mit deutlichem Vorsprung im Rennen ist, dann ist wohl kaum davon auszugehen, dass die Potenzialfläche in Osann-Monzel jemals ausgeschöpft wird, es sei denn  dort soll irgendwann eine zweite Elektroauto-Gigafactory wie in Brandenburg entstehen. Man kann sich allerdings trefflich darüber streiten, ob es überhaupt sinnvoll ist, ein so großes Gebiet anzumelden. Das war und ist wohl nach dem Motto „sicher ist sicher“ gängige Praxis. Denn: Je größer man das Gebiet definiert, umso größer ist auch die Standortauswahl für einen in der Realität dann wesentlich kleineren Bereich, in dem man Gewerbe ansiedeln könnte.

Gleichwohl machen die 220 Hektar natürlich auf den ersten Blick Angst. Und genau darauf setzte die Postkarten-Aktion.

hp-linz@volksfreund.de