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Kommentar zum Rücktritt des Ortsvorstehers Klaus-Dieter Lauer in Thiergarten

Kommentar zu Beleidigung Kommunalpolitiker : Der Schaden ist groß

Unglaublich, was sich ehrenamtliche Kommunalpolitiker so alles gefallen lassen (müssen). Offenbar gab es vor diesem anonymen Schreiben, aufgrund dessen der Thiergartener Ortsvorsteher Klaus-Dieter Lauer zurückgetreten ist, schon mehrfach Aktionen dieser Art. Es ist offenbar in Mode gekommen, Amtsträger, Politiker und andere Persönlichkeiten, die Verantwortung tragen, mehr oder weniger grundlos anzugreifen, zu beleidigen – und dies gern auch anonym, so dass man selbst nicht geradestehen muss, für das, was man einem Menschen oder einer Familie antut.

Unfassbar! Offenbar ist ein Mindestmaß an Respekt nicht mehr selbstverständlich. Doch Schaden richtet man weit darüber hinaus an. Man sät Unfrieden im Dorf. Über Monate fehlt ein wichtiges Bindeglied in der kommunalpolitschen Kette. Und man schreckt auch Menschen ab, die sich ansonsten gern ehrenamtlich engagiert haben. Die Konsequenzen wird man bei der nächsten Wahl sehen. Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt. Wenn Respekt gegenüber anderen Menschen verloren geht, fehlt irgendwann auch der Grundkonsens in einem Gemeinwesen. Wohin das in letzter Konsequenz führen kann, hat man jüngst in den USA sehen können.
i.rosenschild@volksfreund.de