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Kommentar zur Bevölkerungsentwicklung in Traben-Trarbach

Meinung : Frühzeitig die Hausaufgaben machen

In der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach soll die Bevölkerung stark zurück gehen. Mit einem Schwund von 14 Prozent rechnet die Landesentwicklungsagentur für 2040. Aber die Politik will dem entgegenwirken.

Auch wenn die Prognose der Entwicklungsagentur sich nicht so ganz bewahrheiten könnte, da sich viele Dinge ändern können: Man sollte sie dennoch ernst nehmen.

Es ist plausibel, dass gerade der Bereich der Mosel, der genau zwischen den Oberzentren Trier und  Koblenz liegt,  vielleicht nicht ganz so attraktiv erscheint wie die Orte in den „Speckgürteln“ der größeren Städte oder aber jene Gemeinden, die aufgrund ihrer nahen  Lage an der Autobahn - und da zählt Wittlich dazu - sowohl bei Häuslebauern als auch bei Betrieben beliebt sind.

Diese Problematik haben die Traben-Trarbacher erkannt und setzen auf vielen Ebenen Maßnahmen an, um dem Bevölkerungsrückgang entgegen zu wirken. Und wer weiß, vielleicht sind in Zukunft die etwas abgelegeneren ländlichen Regionen ohnehin im Vorteil, denn dort können Menschen sich noch jene Eigenheime leisten, die in manchen Metropol-Regionen entweder nicht mehr bezahlbar sind - oder aber in manchen Bevölkerungsmilieus als moralisch „verpönt“ betrachtet werden.

Eines zeichnet sich auch ab: Sollte die Landesgartenschau wirklich 2026 an die Mosel kommen, wäre das gewissermaßen ein Turbo für die Stärkung des Standortes Traben-Trarbach.