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Kommentar zur Situation der augenärztlichen Versorgung in Morbach

Meinung : Schere darf nicht weiter auseinandergehen

Das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis: Auf dem Papier ist der Kreis Bernkastel-Wittlich mit Augenärzten gut versorgt, sehr gut versorgt. Tatsächlich müssen Patienten aus Morbach und Umgebung schon jetzt vier bis fünf Monate warten, bis sie einen Termin beim Augenarzt bekommen.

Das ist der Tatsache geschuldet, dass dieser „nur“ halbtags arbeitet. Die Aussichten für eine Vollzeitlösung sind gering, und die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Situation weiter zuspitzt, sehr hoch. Denn die meisten Kollegen von Faupel im Kreis Bernkastel-Wittlich sind in einem Alter, wo der Ruhestand immer näher rückt. Und auch Augenärzte sind wie Mediziner anderer Fachrichtungen immer weniger bereit, aufs Land zu gehen.

Man wird alle – und ich meine tatsächlich alle – Hebel in Bewegung setzen müssen, damit die Versorgung der Augenarztpatienten nicht nur in Morbach und nicht nur im Kreis nicht deutlich schlechter wird als bisher. Und man wird sicher auch alle technischen Möglichkeiten prüfen müssen, die zur Verfügung stehen, damit die Schere zwischen der medizinischen Versorgung auf dem Land und in der Stadt nicht immer weiter auseinanderklafft.

i.rosenschild@volksfreund.de