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Kommentar zur Wittlicher Impfpanne

Meinung : Es holpert schon viel zu lange

Bei der Zuteilung der Impftermine muss dringend nachjustiert werden.

Ende vergangenen Jahres warnte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn davor, dass die Impfkampagne aus dem Stand heraus nicht völlig glatt verlaufen würde. Es könne durchaus holpern, meinte er. Nun gut, das ist verständlich, denn so eine Situation gab es noch nie zuvor.

Aber nun sind schon einige Wochen vergangen und es darf einfach nicht mehr holpern. Genau das ist aber immer noch der Fall. Es kann doch nicht sein, dass Impflinge keine postalische Benachrichtigung über ihren Termin erhalten und schlussendlich von den Mitarbeitern des Impfzentrums persönlich angerufen werden müssen, damit sie zum lange herbeigesehnten Termin kommen.

Noch verrückter: Offenbar sind die Mengen des Impfstoffes, die im Wochenturnus ausgeliefert werden und die Zahl der angemeldeten Impflinge auch nicht entsprechend synchronisiert: Diese Woche bleiben 500 Einheiten Impfstoff in Wittlich übrig, die nicht genutzt werden können. Damit wird die ohnehin sich dahinschleppende Impfkampagne sich noch weiter verzögern.

Der Fehler liegt eindeutig bei der Zuteilung der Impflinge und des Impfstoffs. Und diese Koordinierung läuft in Rheinland-Pfalz, wie auch in allen anderen Bundesländern, zentral über das Landesgesundheitsministerium in Mainz. So kann das nicht weitergehen.

hp.linz@volksfreund.de