1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Kommt die alte Mark Thalfang zurück?

Kommt die alte Mark Thalfang zurück?

In der Diskussion um das Schicksal der Verbandsgemeinde Thalfang in der Kommunalreform gibt es Bewegung: Die zwölf Dörfer der Mark Thalfang könnten sich zu einer neuen Kommune zusammenschließen.

Thalfang. Es ist zwar nur der siebte Punkt auf der Tagesordnung der Ortsgemeinderatssitzung am Dienstag, 21. Juni, aber er hat es in sich. Unter dem schlichten Titel "Kommunal- und Verwaltungsreform" soll nämlich der Zusammenschluss der zwölf Dörfer der alten Mark Thalfang diskutiert werden. Damit könnte sich der überwiegende Teil der Verbandsgemeinde Thalfang im Rahmen der für 2019 anstehenden Kommunalreform neu ausrichten. Da die VG Thalfang zu wenig Einwohner hat, soll sie ganz oder teilweise anderen Gebietskörperschaften angegliedert werden. Formalrechtlich sind freiwillige Zusammenschlüsse möglich und vom Land auch ausdrücklich gewünscht. Geschieht das nicht, könnte die gesamte VG an Hermeskeil angeschlossen werden.
Kommunalreform



Einzelne Dörfer der VG, die an den Grenzen liegen, haben schon Vereinbarungen, unter anderem mit der benachbarten Einheitsgemeinde Morbach, unterschrieben. Burkhard Graul, Ortsbürgermeister von Thalfang, setzt nun mit seinem Vorstoß nach. "Die Mark Thalfang gibt es seit 200 Jahren und sie besteht immer noch im Zweckverband fort. Dazu zählen gemeinsame Kitas, das Friedhofswesen und der Haardtwald. Bei einem Zusammenschluss wäre das eine Einheitsgemeinde mit 3300 Einwohnern." Mit dem Zusammenschluss der Orte Thalfang, Bäsch, Deuselbach, Immert, Etgert, Gielert, Talling, Lückenburg, Burtscheid, Dhronecken, Hillscheid und Rorodt würde sich also ein neuer, mächtiger Player ins Spiel der Kommunalreform bringen. "Wohin sich diese neue Gemeinde orientieren würde, das ist noch völlig offen. Mir geht es darum, eine Diskussion zu eröffnen," sagt Graul. Die öffentliche Sitzung beginnt am Dienstag, 21. Juni, um 20 Uhr im "Haus der Begegnung" in Thalfang. hpl