Kommunalpolitik

Zum Artikel "Lötzbeuren streitet um Stiftung (TV, 15. August):

Als Bürger von Lötzbeuren mit einem Alter von 87 Jahren und früherer Bürgermeister von 1965 bis 1974 muss ich sagen: Laut Ihrem Artikel sollen von den Rücklagen, welche die Gemeinde durch den Waldverkauf erhalten hat (936 000 Euro), 500 000 Euro in eine Stiftung eingezahlt werden. Gott sie Dank wurde dieses Vorhaben von einer Aufsichtsbehörde abgelehnt. Für die Gemeinde ist das ein Vorteil. Durch diese Einzahlung in eine Stiftung geht das Geld der Gemeinde verloren und wird nur von der Stiftung verbraucht. Sollten gewisse Ratsmitglieder an einer Stiftung Interesse haben, sollten sie sich zu einer Gesellschaft zusammenschließen und mit ihren eigenen Einlagen eine Stiftung gründen und somit die Grundlage einer Stiftung legen. Das Gemeindekapital soll nicht Grundlage einer Stiftung sein, sondern es sollen Privatpersonen sein, welche die Grundlage dieser Stiftung bilden ihre Einlagen. Die Gemeinde benötigt alle ihre Finanzmittel für die nächsten Jahre selbst, um nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Für eine Dorferneuerung, oder besser gesagt, um einige Probleme im Ort zu beseitigen, ist keine Stiftung notwendig, sondern ein Gemeinderat der mit Verstand und Sachkenntnis ein Objekt nach dem andern in Angriff nimmt, so wie jetzt die Friedhofsmauer. Aber es gibt auch Fehlentscheidungen, wie bei dem Baugelände, das 2005 erstellt wurde mit einen Betrag von rund 100 000 Euro und dies noch in der Lärmschutzzone 2. Obwohl Bauplätze genug vorhanden waren und sind. Bis jetzt sind noch keine Bauplätze verkauft und die Aussichten für einen Verkauf sind sehr schlecht. Als Bürger muss ich mich fragen, warum wird betreffs der Bauplätze nicht mehr Reklame gemacht? Deshalb nochmals für den jetzigen Gemeinderat: Bevor Ihr ein Projekt beschließt, besser beraten, nachdenken, die Vor- und Nachteile für die Bürger und die Gemeinde überdenken und dann erst genehmigen. Werner Franz, Lötzbeuren