Kommunalreform: Manderscheid beharrt auf Eigenständigkeit

Kommunalreform: Manderscheid beharrt auf Eigenständigkeit

Die Verbandsgemeinde Manderscheid möchte unbedingt eigenständig bleiben. Um einer Zwangsfusion zu entgehen, soll beantragt werden, dass es für die VG im Kreis Bernkastel-Wittlich eine Ausnahme gibt. Dies hat der Verbandsgemeinderat mehrheitlich beschlossen.

Die Mehrheit des Verbandsgemeinderats Manderscheid hat am Donnerstagabend dafür gestimmt, in Mainz einen Ausnahmeantrag zu stellen und damit vom Fusionszwang mit einer anderen Verbandsgemeinde (VG) befreit zu werden. Nur wenn dieser Antrag negativ beschieden wird, sollen Fusionsgespräche mit der VG Wittlich-Land in Betracht gezogen werden.

Die Ortsbürgermeister von elf Gemeinden der VG Manderscheid hatten sich zuvor in einer Resolution dafür ausgesprochen, "die erforderlichen Verhandlungen, aus unserer Sicht mit der VG Wittlich-Land, zeitnah aufzunehmen". Sie befürchten, dass die VG im Fall einer Zwangsfusion auseinandergerissen werden könnte und hatten den VG-Rat gebeten, ihre Position zu überdenken.

Das Innenministerium in Mainz hatte auf TV-Anfrage bereits erklärt, dass derzeit keine Gründe ersichtlich seien, die die Eigenständigkeit der VG Manderscheid rechtfertigen. Ihre Einwohnerzahl liegt mit seinen weniger als 8000 Einwohnern weit unter der geforderten Mindestzahl von 12000 Bürgern.