Kommunalreform

Zum Artikel "Mit aller Macht zurück an die Mosel" vom 26. Januar diese Meinung:

Das kann ja heiter werden. Gegründet als Bürgerinitiative mit dem Ziel, gefasste Ratsbeschlüsse außer Kraft zu setzen, wandelt sich die Heidenburger Bürgerinitiative zu einer freien Wählergemeinschaft, die bei der nächsten Gemeinderatswahl antreten wird. Vorsicht, dann wird man ja selbst zu einem der in der Vergangenheit so gescholtenen und kriminalisierten Politiker. Man verspreche sich einen besseren Zugang zu Informationen, so der Vorsitzende. Hört sich nach Geheimbund Gemeinderat an. Unseres Wissens sind die Sitzungen öffentlich. Man muss nur hingehen. Wohl einziger Inhalt des Wahlprogramms: "Heim zur Mosel". Wie wir gelesen haben, war Frau Horsch im Sommer 2013 noch nicht einmal bereit, mit dem Thalfanger VG-Bürgermeister Hüllenkremer zu verhandeln. "Heim zur Mosel" - ein bisschen wenig, wenn man sieht, welche Herausforderungen auch auf die Gemeinderäte zukommen werden. Schlagendes Argument des Vorsitzenden: "Bis 1970 hat unser Dorf zum Amt Klüsserath gehört." Aber da sind doch schon über 40 Jahre vergangen, und zu Klüsserath haben wir gerade mal 25 Jahre seit Bestehen der Bundesrepublik gehört. 40 Jahre gehören wir jetzt verwaltungsmäßig zum Hunsrück, 40 Jahre, in denen unser Dorf Heidenburg eine wahre Blüte erlebt hat: nur 750 Einwohner, aber Fußballrasenplatz, neue Kläranlage, Kindergarten, Grundschule, Turn-/Mehrzweckhalle, Tennisplätze, Campingplatz, Bolzplatz, Beachvolleyballfeld, Grillhütte, Feuerwehrgerätehaus, neue Straßen, Baugebiet. Und jetzt tritt die FWG mit dem Wahlspruch an: "Wir sind der Meinung, dass die Zeit für eine Veränderung in unserer Gemeinde gekommen ist." Wenn es dem Esel zu gut geht, geht er aufs Eis, hat die Oma immer gesagt! Und da ist dann noch der zweite Vorsitzende, der nicht nach Morbach "verschachert" werden will - wer bekommt hier Geld, für was? Haben wir irgendwas verpasst? Diese Aussage prädestiniert ihn doch förmlich dazu, als Bürgermeister zu kandidieren und als ersten Akt die Umleitung der Mosel über Heidenburg zu beantragen. Wir wünschen den Heidenburgern viel Freude und sind auf die weiteren Veränderungen in unserem Dorf gespannt. Erich Scheit, Andrea Jäger, beide Heidenburg