Konflikte gewaltfrei lösen

Nach sechs Monaten sind die Schüler, die an der Streitschlichter-AG teilnahmen, mit ihrer Ausbildung fertig und können nun ihren Dienst aufnehmen.

Neumagen-Dhron. (red) Die fertige Ausbildung heißt für die Streitschlichter, dass sie nun auf dem Pausenhof eine weitere Ansprechperson für die Schüler sind und leichtere Konflikte schlichten werden. In ihrer Ausbildung bei der Schulsozialarbeiterin lernten sie, wie verschieden die Gesichter von Gewalt aussehen können und setzten sich mit ihrem eigenen Konfliktverhalten auseinander.

Sie lernten Gesprächstechniken kennen und befassten sich mit ihrer Rolle als neutrale Schlichter. Streitschlichter gehören zum Gewaltpräventionskonzept der Friedrich-Spee-Realschule plus in Neumagen-Dhron. Dieses Konzept der Schule beinhaltet Gewalt- und Suchtpräventionsprojekte in allen Klassen.

Organisiert werden die Projekte vom neu gegründeten "Arbeitskreis Prävention", der aus fünf engagierten Lehrern und der Schulsozialarbeiterin besteht und vom gesamten Kollegium getragen wird. So durchlaufen die fünften Klassen einen Gewaltpräventionsparcours der Schulsozialarbeiterin.

Gleichzeitig starten die Klassenlehrer in ihren fünften Klassen das zwei Jahre dauernde Lions Quest-Programm, ein soziales Kompetenztraining. In der siebten Klasse führt die Caritas, ein wichtiger Kooperationspartner der Schule, ihr Suchtpräventionsprogramm durch.

Auch startet die Polizei in dieser Klasse einen Workshop mit dem Thema: "Rechtliche Informationen zu Handy und Internet". Ebenfalls ist es die Polizei, die den achten Klassen einen Gewaltpräventionstag anbietet. "Sucht und Straßenverkehr", ein weiterer Workshop der Polizei, läuft für die zehnten Klassen. Begleitend zu den Projekten werden Abende angeboten, um die Eltern zu informieren und mit ihnen im stetigen Austausch zu bleiben.