Kontrolle muss sein

Das war ein Aufschrei, als bekannt wurde, dass der Blitzer an der A 1 bei Wittlich vor der Großbaustelle binnen vier Tagen 6500 Temposünder fotografiert hatte und knapp 1000 davon mit einem Fahrverbot rechnen müssen. Sie waren alle mehr als 40 Stundenkilometer schneller unterwegs als die 80 Stundenkilometer, die an dieser Stelle wegen der Baustelle erlaubt und ausgeschildert sind.

Natürlich fahre auch ich nicht immer ganz regelkonform und auch mir ist nicht bekannt, dass diese Baustelleneinfahrt zuvor besonders gefährlich und unfallträchtig gewesen wäre. Und ich ärgere mich auch, wenn ich beim zu schnellen Fahren erwischt werde. Dennoch ist das nach der Nachricht von den 6500 geknipsten Temposündern vielstimmig erhobene Wehklagen über die "hinterhältige" Polizei, die sich "halsabschneiderisch erdreistet" zu kontrollieren, ob Geschwindigkeitsbeschränkungen eingehalten werden, richtig dummes Geschwätz. Die Beamten machen ihren Job. Sie haben niemanden belangt, der an der betreffenden Stelle Tempo 80 gefahren ist. Und es ist notwendig, dass Verkehrsregeln kontrolliert und bei Verstößen Strafen verhängt werden. Was passiert, wenn man nur Schilder aufstellt und glaubt alle halten sich dran, zeigt sich an der gesperrten Grenzbrücke in Echternach. Denn dort gibt es eine kurze Umfahrung, die alle nutzen, auch wenn die offiziell erlaubte Strecke eine ganz andere, aber auch viel längere ist. Kolumne Klartext

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