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Bilanz: Konzept der Wittlicher Weihnachtstage hat sich bewährt

Bilanz : Konzept der Wittlicher Weihnachtstage hat sich bewährt

Hütten zum Verweilen, moderne Beleuchtung und Abwechslung bei den Ständen kommt bei den Besuchern gut an.

Wein von Wittlicher Winzern, Wildbratwurst aus Maring-Noviand sowie Backschinken aus Manderscheid: An den Wittlicher Weihnachtstagen vom 29 November bis zum 20. Dezember gab es auf dem Platz an der Lieser einiges zum Schlemmen, musikalische Unterhaltung und auch neue Hütten und Stehtische zum Verweilen. Der TV hat die Stadtverwaltung gefragt, wie die Großveranstaltung mit neuem Konzept aus Sicht der Verwaltung bei den Besuchern angekommen ist. „Wir führen bislang keine offiziellen Besucherzählungen durch“, sagt Pressesprecher Rainer Stöckicht, „aber  durch eigene Einschätzung und Gespräche mit Standbetreibern sowie Besuchern können wir sagen, dass in diesem Jahr nochmal mehr Besucher am Platz an der Lieser waren als im Vorjahr.“ Von Donnerstag bis Sonntag sei der Platz spätestens am Abend immer sehr gut gefüllt gewesen, „bei gutem Wetter sowieso – nun aber auch bei Regen“, sagt Stöckicht.

Das mehr für Kinder akzentuierte Programm an den restlichen Tagen locke zusätzlich viele Familien mit Kindern auf den Platz an der Lieser. „Aber auch Freunde und Kollegen verabreden sich augenscheinlich nach Feierabend wieder gerne an den Weihnachtstagen, um sich zu treffen, gemeinsam Zeit zu verbringen und das Angebot wahrzunehmen.“

Im Gegensatz zum letzten Jahr habe man in diesem Jahr zudem einigermaßen Glück mit dem Wetter gehabt. Nachdem die Stadt im vergangenen Jahr bereits mit Hilfe der Beleuchtung und durch die überdachten Stehtische am Platz an der Lieser angefangen hatte, die Aufenthaltsqualität – auch bei Schlechtwetterbedingungen – zu erhöhen, wurde in diesem Jahr noch nachgelegt: „Die neu aufgestellten Holzhütten mit Sitzmöglichkeiten für bis zu 30 Personen haben in diesem Jahr dazu beigetragen, dass die Menschen gerne auch mal länger geblieben sind.“

Dazu habe die Verwaltung das Feedback bekommen, dass sie einfach schön anzuschauen seien und den Platz weiter optisch aufwerten würden.

Stöckicht: „Wir hatten zusätzlich in diesem Jahr eine neue Weihnachtsbeleuchtung ausgeschrieben.“ Auch wenn man sicher über  „Brenndauer“ und Geschmack diskutieren könne, wirke die Straßenüberspannung bestehend aus beleuchteten 3D-Kugeln zusammen mit den LED-Vorhängen aufgeräumter und mache die Straßen insgesamt heller und freundlicher. „Auch hier haben wir viele positive Rückmeldungen erhalten und wir werden weiter sukzessive nachrüsten.“

In der Stadtverwaltung sei man mit dem Verlauf und der Bilanz der Weihnachtstage „wirklich sehr zufrieden“, sagt Stöckicht.

„Es gab keine nennenswerten Zwischenfälle. Alle Beteiligten haben reibungslos zusammengearbeitet. Anscheinend werden die Bemühungen schon sehr wertgeschätzt, denn alle eingesetzten Materialien und Dekorationen wurden weder entwendet noch beschädigt. Das freut uns sehr und bestärkt uns in unserer Arbeit.“

Was kann man da 2020 noch verbessern? „Langfristig hätten wir natürlich gerne noch das eine oder andere Angebot mehr“, sagt Stöckicht. „Besonders schön war, dass wir in diesem Jahr keinen ,Leerstand’ auf dem Platz hatten, denn auch die ,Wechsel-Hütte’ war an allen Tagen mit verschiedenen Sortimenten belegt.“ Vereine, Schulen, Künstler und Händler haben die Möglichkeit genutzt, in der Hütte ihre Waren feilzubieten. „An diesem Konzept wollen wir gerne festhalten, da auch die Besucher von einem wechselnden Sortiment profitieren.“

Grundsätzlich sei die Stadtverwaltung mit der Richtung zufrieden, in die sich die Veranstaltung nun entwickele. „Kleinere Neuerungen wird es sicherlich wieder geben, wie beispielsweise breitere Dachüberstände an den Hütten, das Anbringen von Ablageflächen an einigen Stehtischen in geringerer Höhe, damit Kinder und Rollstuhlfahrer diese auch nutzen können, das Verkleiden der Hütten mit Tannengrün zum Windschutz, das Anbringen von Lautsprechern, damit das Bühnenprogramm auch weiter hinten besser gehört wird, und vieles mehr.“ Hierzu arbeite die Verwaltung eng mit den Standbetreibern und dem städtischen Bauhof zusammen. Kritik und Verbesserungsvorschläge sollen bei einer Nachbesprechung, die nach Karneval stattfinde, auf den Tisch kommen.