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Konzert des Musikkorps: Mit gutem Ton zur guten Tat

Konzert des Musikkorps: Mit gutem Ton zur guten Tat

Besten Verbindungen der Reservistenkameradschaft Morbach zu den Militärmusikern der Bundeswehr sei Dank: Das Ausbildungsmusikkorps hat erneut zum Benefizkonzert in der Baldenauhalle aufgespielt.

Morbach. Der Sozialverband VdK in Morbach hat erneut Besuch von der musikalischen Truppe der Bundeswehr bekommen. Das Ausbildungsmusikkorps aus Hilden spielte für die Unterstützung der Jugendarbeit Morbacher Vereine. Mit 56 jungen Musikern, darunter 14 Frauen, rückte die Einheit, aus der sich der gesamte Nachwuchs aller Bundeswehrorchester rekrutiert, in die Baldenauhalle ein.
Wieder einmal hatte der Oberst der Reserve, Karl Mutsch, von der Reservistenkameradschaft Morbach seine exzellenten Beziehungen spielen lassen, wofür ihm der Schirmherr der Veranstaltung, Landrat Gregor Eibes, ausdrücklich dankte.
"Mit dem geschätzten Reinerlös von 1500 Euro wollen wir die Jugend des Gesangvereins und des Musikvereins unterstützen", nannte VdK-Vorsitzender Georg Schuh zwei der drei Adressaten. Ein dritter Verein wird noch vom VdK-Vorstand bestimmt.
An einem Informationsstand warb die Nachwuchsabteilung der Bundeswehr-Musiker um junge Talente. In der zentralen militärmusikalischen Ausbildungseinrichtung der Bundeswehr in Hilden werden bis zu 200 junge Musiker, die sich mindestens zwölf Jahre verpflichtet haben, zu professionellen Orchestermusikern ausgebildet. Die Ausbildung dauert vier Jahre.
Eng arbeitet die Bundeswehr dabei mit der Robert-Schumann-Hochschule für Musik in Düsseldorf zusammen. Und das hört man sofort, wenn das junge Orchester unter der Leitung von Hauptmann Robert Brenner loslegt.
Zackige Märsche, der Ursprung aller Militärmusik, dürfen dabei nicht fehlen. Doch auch die Schnellpolka "Unter Blitz und Donner" von Johann Strauss machte ihrem Namen alle Ehre. Gänsehaut kam bei so manchem der 280 Zuhörer auf, als "Fate of the Gods" von Steven Reineke mit Videosequenzen aus dem Weltall und von Naturlandschaften der Erde unterlegt wurde.
Im zweiten Teil ging\'s unterhaltsam weiter mit dem "Phantom der Oper" von Sir Andrew Lloyd Webber. Später erwiesen sich die Musiker auch als begabte Sänger. In die Rolle des bekannten Jazz- und Swing-Sängers Roger Cicero schlüpfte Stabsunteroffizier Patrick Winter beim Titel "Frauen regier\'n die Welt".
"Die jungen Leute sind so gut. Das macht richtig Spaß zuzuhören", urteilte Rudolf Schweigerer aus Wenigerath. Theresia Friedrich aus Morbach fand: "Ich bin begeistert. Sie spielen fantastisch."
Nach zwei Zugaben erklang die Nationalhymne, bei der das gesamte Publikum aufstand und mitsang. doth