Kostenbeteiligung sorgt für Ärger

Kostenbeteiligung sorgt für Ärger

Nach über 20-jährigem Bemühen seitens der Gemeinde Kröv und des Ortsteils Kövenig wird die Bergstrecke K 62 zwischen der Ortslage Kövenig bis zu dem bereits vor Jahren sanierten Teilabschnitt in Richtung Ürzig ausgebaut. Das teilte Ortsbürgermeister Günter Müllers in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates mit.

Kröv-Kövenig. Es begann alles im Jahr 1983, als Ortsvorsteher Reinhold Christoffel und Ortsbürgermeister Paul Schnitzius die Kreisverwaltung auf einige Absetzungen in der Kreisstraße K 62 aufmerksam machten. Die Fahrbahn der Straße war damals und ist auch heute noch in einem schadhaften Zustand, der den Verkehrsanforderungen nicht gerecht wird. Die Straße gilt außerdem, bedingt durch ihre Steigungsverhältnisse, als verkehrsgefährdender Engpass für den gesamten Verkehr und ist nur schwer passierbar. Nachdem seitens des Kreises keine Reaktion auf die angezeigten Mängel erfolgt war, stellte die Gemeinde Kröv im Jahr 1989 einen Antrag auf Ausbau der Straße, der 1990 in das Kreisstraßenbauprogramm aufgenommen wurde.

Im Laufe der Jahre 1991 bis 1996 wurden dann mehrere Planungsvarianten erarbeitet, die jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht weiter verfolgt wurden. Mit der jetzt in Aussicht gestellten Sanierung wird ein langgehegter Wunsch der Gemeinde Kröv und des Ortsteils Kövenig erfüllt.

So sehr man in Kröv und Kövenig die Maßnahme begrüßt, so ärgerlich war man im Rat über die Forderung des Landesbetriebs Mobilität, der eine Beteiligung der Gemeinde an den Kosten der Außengebietsentwässerung in Höhe von 59 000 Euro geltend macht. Ortsbürgermeister Müllers vertritt hingegen den Standpunkt, dass die Außengebietsentwässerung Bestandteil der Straßensanierung sei und lehnt deshalb eine Zahlung ab. Er hat den Landesbetrieb Mobilität aufgefordert, Rechtsgrundlagen nachzuweisen, die eine Kostenbeteiligung der Ortsgemeinde Kröv begründen. Die Bauarbeiten an der Kreisstraße sollen im Frühjahr 2010 beginnen.

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