Kräuterweihe, mehr als nur ein Brauch

Kräuterweihe, mehr als nur ein Brauch

Die Frauengemeinschaft Arenrath hat an Mariä Himmelfahrt zum zehnten Mal gegen eine Spende farbenprächtige "Krautwische" vor der Kirche angeboten, welche dann in der Messe zum Fest gesegnet worden sind.

Arenrath. (red) An Mariä Himmelfahrt werden "Krautwische" gesegnet und in den Häusern aufbewahrt. Gesammelt werden dafür Kräuter, Wurzelgemüse, Getreide und Blumen. Als sie vor zehn Jahren bemerkte, dass nur noch wenige Leute mit Sträußen zur Segnung kamen, griff die Frauengemeinschaft Arenrath diesen Notstand auf, damit auch weiterhin jedes Haus seinen "Krautwisch" bekommen sollte. Dieser soll traditionsgemäß kopfüber aufgehängt seinen Platz auf dem Speicher finden, zum Schutz und Segen für das Haus. Oft wird er auch noch als Grabbeigabe in den Sarg Verstorbener gelegt.

Dieses Jahr haben sich wieder zehn Frauen im Garten der Vorsitzenden Andrea Willemssen eingefunden, um üppige Krautwische zu binden. Dazu nutzten sie Ringel- und Kornblumen, Gladiolen, Malven, Sonnenblumen und zahlreiche andere Blumen und Kräuter. Die Frauengemeinschaft Arenrath kann zudem dieses Jahr auf ihr 30-jähriges Bestehen stolz sein.