Kreis Birkenfeld kann mit Tourismuszahlen glänzen

Kreis Birkenfeld kann mit Tourismuszahlen glänzen

Nicht nur Rheinland-Pfalz im Allgemeinen, sondern der Kreis Birkenfeld im Besonderen kann im Tourismus eine positive Zwischenbilanz für die ersten zehn Monate des Jahres 2010 ziehen.

Kreis Birkenfeld. (red) Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhte sich die Anzahl der Übernachtungen um elf Prozent auf 407 580. Lediglich der Kreis Germersheim und der Donnersbergkreis, die jedoch nur einen Bruchteil der "BIR"-Übernachtungen aufweisen können, haben höhere Zuwachsraten zu verzeichnen. Im ersten Halbjahr belief sich die Steigerung zunächst auf 6,6 Prozent, zumal es im Juni nach einem erfolgreichen Mai (plus 20 Prozent) einen leichten Rückgang gab. Bester Monat 2010 war der August mit 65 300 Übernachtungen (9,4 Prozent mehr als 2009), gefolgt vom Juli mit 57 700 bei einem Anstieg um 23 Prozent. Wenn sich der Fremdenverkehr im Kreis im November und Dezember in etwa auf dem Niveau von 2009 bewegt, könnten die Verantwortlichen das beste Jahresergebnis seit 2001 oder gar 2000 vermelden. Unter den 24 rheinland-pfälzischen Landkreisen hält Birkenfeld den 14. Platz. Sehr hoch im Kurs steht die Region an der oberen Nahe bei den ausländischen Gästen: Allein mit ihnen wurden 189 605 Übernachtungen erzielt - ein Drittel mehr als 2009.

Den Löwenanteil steuert seit der Eröffnung des Ferienparks Hambachtal 1980 regelmäßig die VG Birkenfeld bei, die bis Ende Oktober fast 226 000 Übernachtungen registrierte - gut zwei Drittel der Gäste kamen aus dem Ausland. Beachtlich ist mit 11,2 Prozent der Aufschwung in der VG Birkenfeld, die touristisch eines der besten Jahre überhaupt erlebte. Dies gilt auch für die Verbandsgemeinde Baumholder, die mit 19 000 Übernachtungen 32 Prozent über den ersten zehn Monaten von 2009 liegt. Ähnlich sieht es in der VG Herrstein aus, die sich um 17 Prozent auf rund 92 000 Übernachtungen verbesserte. Einen doppelten Schub lösten der Saar-Hunsrück-Steig und das Klosterhotel Marienhöh in Langweiler aus. Hingegen müssen die Stadt Idar-Oberstein mit rund 61 000 Übernachtungen und die VG Rhaunen mit knapp 10 000 leichte Einbußen hinnehmen. Von 3,3 auf 3,4 Tage gestiegen ist im Kreis Birkenfeld die durchschnittliche Aufenthaltsdauer, die in den rheinland-pfälzischen Landkreisen im Mittel 3,0 beträgt. Auf den Campingplätzen verzeichnet der Kreis bei 57 500 Übernachtungen gegenüber 2009 ein Plus von 15,6 Prozent (das zweithöchste im Land). Berücksichtigt sind kreisweit 61 Beherbergungsbetriebe mit rund 3900 Betten, davon 1300 im Hambachtal.

Mehr von Volksfreund