Kreis fördert Schulsozialarbeit mit 130 000 Euro

Bernkastel-Wittlich · Lange Diskussionen, Enttäuschung beim Landrat und dennoch ein einstimmiges Ergebnis: Der Kreis trägt künftig die Personalkosten der Sozialarbeiter an Grundschulen (der TV berichtete). Ob er das alleine tun muss, sollen Gespräche zeigen.

Bernkastel-Wittlich. Sie helfen Schülern bei Konflikten und privaten Problemen. Nun dürfen die Sozialarbeiter an den Grundschulen aufatmen. Die Abgeordneten des Kreistages haben entschieden, die Personalkosten von 130 000 zu tragen. Obwohl die Entscheidung einstimmig fiel, ging ihr eine intensive Debatte voraus. Während Landrat Gregor Eibes noch Gespräche führen will, um eine Beteiligung von Bund und Ländern zu erreichen, blickt die SPD-Fraktionsvorsitzende Bettina Brück deren Ausgang skeptisch entgegen. "Für uns ist die Schulsozialarbeit unbestreitbar ein Auftrag der Jugendhilfe", sagte sie und nahm so den Kreis in die Pflicht. Dafür erntete sie Proteste. Eibes entgegnete: "Ich bin ein Stück weit enttäuscht. Wenn man nicht vom hohen Ross runterkommt, dass nur der Kreis die Kosten bezahlt, sind wir im System gefangen." Zumal auch andere Schulen kommen würden. Gertrud Weydert von den Grünen sagte: "Langfristig können wir überlegen, an kleinen Grundschulen mobile Schulsozialarbeiter einzuführen. Das werden wir aber nur hinbekommen, wenn es mit einer Mischfinanzierung klappt." Vor allem aber ist Weydert zunächst froh, dass die Arbeit der Schulsozialarbeiter gesichert sei.
2,7 Stellen sind an sieben Grundschulen eingerichtet: in Wittlich an der Georg Meistermann, Friedrichstraße, Bombogen sowie Wengerohr, ebenso in Traben-Trarbach, Bernkastel-Kues und Morbach. Stiftungen trugen zuletzt die Kosten. flor