Kreis soll aufklären

ENKIRCH/WITTLICH. (red) Pannen bei der Erweiterung des Flughafens Hahn und Sorgen der Enkircher um ihr Trinkwasser: Jutta Blatzheim-Roegler, Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag, will nun von der Kreisverwaltung nähere Informationen.

"Die betroffene Bevölkerung sowie die Gremien des Kreistags haben ein Anrecht auf lückenlose Aufklärung um die Vorgänge hinsichtlich des Einbaus und des Ausbaus von mehreren tausend Tonnen giftigen teer- und pechhaltigen Straßenaushubs im Rahmen der Erweiterung des Flugplatzes Hahn", begründet Jutta Blatzheim-Roegler ihre Anfragen. Deshalb hat sie die Kreisverwaltung gebeten, folgende Fragen zu beantworten: 1. Inwieweit hat die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich Kenntnis darüber, was mit dem ausgebauten Material geschehen ist? 2. Inwieweit kann die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich Sorge dafür tragen, dass sich ein derartiger Vorfall im zum Kreis Bernkastel-Wittlich gehörenden Teil der Ausbaumaßnahme nicht wiederholen kann? Auch bezüglich der Trinkwasserversorgung für den Ort Enkirch sieht Jutta Blatzheim-Roegler noch Aufklärungsbedarf. Die Trinkwasserversorgung musste wegen Verunreinigung des Brunnens zeitweise anders sichergestellt werden. Die Kreisverwaltung habe zwar laut einer Pressemitteilung vom 21. September darauf hingewiesen, dass die Verbandsgemeindewerke Traben-Trarbach die Auflage erhalten hätten, "den Umfang der Regeluntersuchungen auszuweiten", jedoch möchte Blatzheim-Roegler genauer wissen, um welche konkreten Auflagen es sich handelt. Ferner interessiert sie die Einschätzung der Kreisverwaltung, ob die Verunreinigung des Trinkwasserbrunnens mit den Ausbaumaßnahmen - besonders mit dem Verbau des giftigen Straßenaushubs - in Zusammenhang gebracht werden könne. "Im Interesse der Bevölkerung wünsche ich mir seitens der Kreisverwaltung eine Unterstützung für die Forderung der Traben-Trarbacher Verbandsgemeinde, dass der Flughafenbetreiber für eine eigene Kläranlage auf dem Flughafengelände sorgt", äußert Jutta Blatzheim-Roegler in einer Mitteilung. Daher sei es für sie von Interesse zu erfahren, ob die Kreisverwaltung da eine Einflussmöglichkeit sieht. Blatzheim-Roegler: "Meiner Meinung nach hat die Kreisverwaltung eine Fürsorgepflicht gegenüber der Verbandsgemeinde."