Kreis will kein Theater um Sporthalle

Kreis will kein Theater um Sporthalle

Hinter dem Cusanus-Gymnasium laufen die Arbeiten für die neue Großsporthalle. Darum herum sollen für 1,26 Millionen Euro Spielflächen, eine Sportwiese und ein sogenannter Theaterplatz entstehen.

Wittlich. Zwei Kräne ragen in den Himmel, Baumaterial türmt sich rund um die Großsporthalle auf, von der ferne Betrachter bisher nur der Fuß eines Stahlgerüsts sehen. Hier können künftig Schüler des Cusanus-Gymnasiums und der Kurfürst-Balduin-Realschule Körbe werfen und Tore schießen. Die Arbeiten liegen nach Auskunft von Bürgermeister Joachim Rodenkirch im Zeitplan, sie sollen im Oktober oder November 2012 abgeschlossen sein. Baukosten: 8,26 Millionen Euro.
Doch bevor die Bagger abrücken, müssen sie das Außengelände beackern - was teilweise parallel zum Hallenbau geschehen wird. Der Stadtrat hat jetzt sein Ja zur Platzgestaltung gegeben. Der Plan sieht vor, dass rund um die Halle vier Flächen und ein durchgängiger Gehweg entstehen. Bäume trennen das Schul- vom Außengelände.
Der Haupteingang zur Halle ist in Richtung Schlossstraße gelegen, also im Westen. Dort soll ein Besuchervorplatz entstehen, auf dem auch eine größere Zahl an Zuschauern Platz findet. Zur Rechten und Linken säumen Bäume den Platz, deren Einfassungen als Sitzplätze dienen.
Auch draußen Sportanlagen


Im Süden, also vor den ehemaligen Sporthallen, ist eine Rasenfläche geplant, die Teil der Freisportanlagen der Schulen ist. Diese entstehen weiter südlich als Ersatz für den Sportplatz, der der Großsporthalle weichen musste. Der Rasen dient als Werferfeld für die Wurfdisziplinen, die Schüler können es sich in den Pausen dort bequem machen.
Der Schwerpunkt des Areals zwischen Halle und Postgelände im Norden liegt auf Spiel und Sport. Es könnte Tischtennisplatten geben, die Gelegenheit zum Skateboarden und mehr.
Der zentrale Schulhof ist der sogenannte Theaterplatz im Osten, der den Schulgebäuden zugewandt ist. Sitzstufen sollten zur Halle, die etwas tiefer gelegen ist, hinführen - was auch Aufführungen dort ermöglicht hätte. Da diese Lösung nach Auskunft von Stadtwerke-Chef Lothar Schaefer 89 000 Euro mehr gekostet hätte, hatte sich der Kreisausschuss im Vorfeld gegen diese Lösung entschieden.
Kreis und Stadt tragen das Vorhaben gemeinsam. Von den 1,26 Millionen Euro Kosten für das Außengelände zahlt die Stadt 651 000 Euro und der Kreis 520 000 Euro.
Statt der Treppen soll es eine Böschung mit versetzten Bäumen geben. Viele Ratsmitglieder konnten die Entscheidung des Kreisausschusses nicht nachvollziehen. Rodenkirch: "Es war ein schlüssiges Konzept." Elfriede Meurer, CDU, berichtete aus der Ausschusssitzung überspitzt: "Nachdem wir eine gefühlte halbe Stunde über die Rosen vor dem Kreishaus diskutiert haben, war es nicht möglich, noch über etwas anderes zu diskutieren."

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