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Kreissynode berät über Innovationsfonds für Gemeindeprojekte

Kirchberg/Traben-Trarbach : Kirche will weiter nah bei den Menschen sein

Kreissynode berät über Innovationsfonds für Gemeindeprojekte. Das Treffen findet erneut als Online-Tagung statt.

Der evangelische Kirchenkreis Simmern-Trarbach will einen „Innovationsfonds für sozialräumliche Gemeindeentwicklung und diakonische Profilbildung“ einrichten. Damit sollen Projekte in Gemeinden und Kooperationsräumen gefördert werden, die die Nähe der Kirchen zu den Menschen vor Ort ermöglichen und stärken. Der Kreissynode, die am kommenden Samstag online tagt, liegt ein entsprechender Antrag vor.

„Es geht hier um die Frage, wie Kirche sich auch unter veränderten gesellschaftlichen und kirchlichen Bedingungen weiterhin um die Bedürfnisse und Nöte der Menschen in ihrem Umfeld kümmern kann“, sagt Superintendent Markus Risch. Die Kirche im ländlichen Raum befinde sich in einer Umbruchsituation. Zurückgehende Mitgliederzahlen in den Gemeinden, Umstrukturierungen, knapper werdende finanzielle Ressourcen, das alles bekämen auch die Kirchen im Kirchenkreis zu spüren, sagt Risch. Gleichzeitig sei die Kirche in den Dörfern aber auch weiter präsent, viele Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche würden sich zudem nach Gemeinschaft sehnen, ist der Superintendent überzeugt.

„Und hier kann die Kirche sicher einiges einbringen und gemeinsam mit anderen gesellschaftlichen Partnern Netzwerke aufbauen, Nachbarschaftsinitiativen initiieren oder Begegnungsorte schaffen, um Angebote für die Menschen in den Dörfern und den Regionen zu schaffen“, so Markus Risch. Das geschehe schon jetzt in vielfältiger Form, meint der Superintendent unter Verweis auf die Flüchtlingshilfe, auf die Unterstützung von Seniorinnen und Senioren oder Angebote für junge Familien. Der Kirchenkreis will mit dem neuen Innovationsfons ein solches Engagement finanziell künftig fördern und unterstützen.

„Gerade, weil unser Kirchenkreis in seiner Struktur vor großen Veränderungen steht, ist es wichtig, dass wir solche Ideen vor Ort fördern, um so auch die Nähe zu den Menschen zu erhalten“, macht der Superintendent deutlich. Und er ist überzeugt: „Es gibt sicher viele kreative Ideen, die hier entstehen werden.“

Finanziert werden soll der Innovationsfonds aus dem Liquiditätserlös der Altenhilfe Nahe-Mosel-Hunsrück, er soll aber auch durch Spenden und Kollekten aufgestockt werden. Bei dem Fonds geht es um eine Anschubfinanzierung für diese Projekte. Außerdem beschäftigt sich die eintägige Synode, die erstmals von Superintendent Markus Risch geleitet wird, mit der IT-Strategie des Kirchenkreises. Hierbei geht es darum, einheitliche Arbeitsmöglichkeiten für die Mitarbeitenden, standardisierte IT-Arbeitsmöglichkeiten und einen effizienten IT-Einsatz aller kirchlichen Arbeitsfelder entsprechend der gesetzlichen Vorgaben zu erreichen. Außerdem berät die Synode über Konsequenzen aus dem Kirchengesetz zur Prävention vor sexualisierter Gewalt sowie die unbefristete Fortsetzung der Arbeit in einem Schulreferat der Kirchenkreise an Nahe und Glan, Obere Nahe, Simmern-Trarbach und Trier, die vor fünf Jahren begonnen wurde und sich bewährt hat. Superintendent Markus Risch wird zudem der Synode einen Bericht zur aktuellen Lage im Kirchenkreis geben.

Frühjahrssynode des Kirchenkreises Simmern-Trarbach am Samstag, 12. Juni, 9 bis 15 Uhr (Online-Tagung).