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Kreuz auf dem Zeltinger Berg liebevoll renoviert

Heimat : Kreuz auf dem Zeltinger Berg ist liebevoll renoviert

Das Kreuz bei der Bartholomäushütte auf dem Zeltinger Berg, das an ein schreckliches Unglück vor über 120 Jahren erinnert, erstrahlt in neuem Glanz. Durch den Einsatz der Brüder Stefan und Rudolf Werland sowie von Karl Kappes wurde das Kreuz, das dringend einer Renovierung bedurfte, saniert und neu gestrichen.

Auch das Umfeld wurde bearbeitet, so dass sich die Gedenkstätte jetzt wieder durch eine würdige Gestaltung bestens präsentiert. Dazu waren etliche Arbeitsstunden erforderlich.

Die Inschrift des Kreuzes gibt Auskunft über ein schreckliches Geschehen, das sich am 3. Juni 1897 an dieser Stelle ereignete. Hubert Kappes hat zu diesem Ereignis einen Artikel im Kreisjahrbuch 1997 geschrieben: „Es war ein heißer Sommertag, der 3. Juni 1897. Jakob Gessinger ging mit dreien seiner Kinder und zwei Nachbarskinder auf den Zeltinger Berg zur Heuernte. Als plötzlich ein Unwetter aufzog, welches starken Regen und ein schweres Gewitter mit sich brachte, suchte man Schutz unter einer Kiefer am nahen Waldesrand. Und gerade dieser Platz wurde für die Schutzsuchenden zum Verhängnis. Fünf von ihnen wurden durch einen Blitz getötet. Die einzige Überlebende Tochter Agnes Gessinger erlitt schwere Verbrennungen. Sie schleppte sich auf schnellstem Wege in Richtung Zeltingen, wo sie einem Zeltinger Winzer zurief: „Meine Leute liegen hinten und ich kriege sie nicht wach“. Der Winzer eilte zu der Unglücksstätte und erkannte mit Schrecken das Ausmaß des Geschehens. Daraufhin eilte er in den Ort, wo er die schlimme Botschaft überbrachte. Das ganze Dorf war erschüttert.“