Kritik an "Alptraum" für Anwohner

Kritik an "Alptraum" für Anwohner

"Mut zur Korrektur" an ihren bisherigen Verkehrsplänen nebst laufender Teilsperrung der Kurfürstenstraße fordert die Interessengemeinschaft (IG) Verkehrsberuhigtes Wohngebiet Sehlemet von Verwaltung und Politik.

Wittlich. Eine Farce nennt Albrecht Gebauer, Sprecher IG mit mehr als 100 Unterstützern, die Test-Teilsperrung. Das "realitätsferne Wunschdenken der Stadträte und der Verwaltung erzeuge nur noch die Verwunderung der Bürger über den sinnlosen Verkehrsversuch". Viele führen "wie gehabt geradeaus, ohne die zum Labyrinth umgebaute Umleitung über den Parkplatz zu benutzen". Aus Sicht der IG gelte zur Halbzeit des Tests: " Das Verkehrschaos ist schon jetzt erkennbar und wird noch größer werden, wenn die Ortsumgehung Wengerohr an die Stadt Wittlich angeschlossen sein wird." Allerdings würden Beethovenstraße, Sehlemet, Talweg und Mozartstraße stärker befahren und oftmals zu schnell: Die Sicherheit von Fußgängern, Schul- und Kindergartenkindern, werde "in unverantwortlicher Art und Weise aufs Spiel gesetzt. Gepaart mit dem täglichen Desaster auf dem Parkplatz vor der Schlossgalerie, dem Ärger der Anwohner im Fürstenhof, den auch betroffenen Anwohnern im Sporgraben, der Kegelbahnstraße und erschöpften Patienten, die völlig entnervt endlich den Weg ins Krankenhaus gefunden haben, scheint das Maß voll". Weiter heißt es: "Der Traum der Stadträte und der Verwaltung von einem visionären Shared-Space vor der Schlossgalerie entpuppt sich für die betroffenen Anwohner mehr und mehr als Alptraum." Auch bei den Einzelhändlern, "die bereits jetzt spürbar weniger Kunden registrieren". Die IG fordert: "Haben Sie den Mut, den Bürgerwillen in ihren Entscheidungen zu respektieren. Auch während einer Legislaturperiode ist ein offenes Ohr für den Bürger die Grundlage für ein Gelingen unseres Gemeinwesens. Der Respekt der Bürger dieser Stadt vor solch einem Vorgehen wäre Ihnen allen sicher." sos