Krlöv feiert zum 66. Mal das Internationale Trachtentreffen.

Trachtentreffen Kröv : Exotisch, bunt und einzigartig

Kröv feiert vom 5. bis 8. Juli zum 66. Mal das Internationale Trachtentreffen. Mehrere Hundert ehrenamtliche Helfer sind wieder im Einsatz.

Dieses Fest ist einmalig an der Mittelmosel: Zum 66. Mal in Folge erleben vom 5. bis 8. Juli viele Tausend Besucher das Internationale Kröver Trachtentreffen. Das Fest ist ein wichtiger Werbefaktor für den Weinort. In Kröv wird an dem Wochenende kaum noch ein freies Gästebett zu bekommen sein. Ins Leben gerufen wurde es 1954 von der Volkstums- und Trachtengruppe des Turn- und Sportvereins.

Und jedes Mal ist es für die Organisatoren eine riesige Herausforderung, dieses Großereignis, bei dem rund 10 000 Besucher erwartet werden, zu stemmen. Die Leiterin der Tourist-Information Kröv, Pia Leister-Dauns, ist seit Monaten mit den Vorbereitungen beschäftigt. Mehrere Aktenordner sind gefüllt mit Anfragen, Verträgen und Schriftverkehr. Denn auch in diesem Jahr kommen wieder rund 30 Trachten- und Musikgruppen aus aller Welt an die Mittelmosel, acht davon aus dem Ausland.

Stolz kann Pia Leister-Dauns vermelden, dass erstmals eine Gruppe aus Paraguay dabei ist. Um solche exotische Gruppen zu buchen, die um die halbe Welt reisen, hilft den Krövern ihre Mitgliedschaft im Internationalen Rat für die Organisation von Folklorefestivals und Volkskunst (CIOFF). Sie koordiniert jährlich über 300 Veranstaltungen und regelt den Austausch von Folkloregruppen mit mehr als 50 000 Amateuren. Weitere Trachtengruppen kommen unter anderem aus der Schweiz, Belgien, Portugal, Schweden, Luxemburg, Türkei und erstmals auch aus Bosnien-Herzegowina. Dass ein solches großes Fest nur mit der Hilfe vieler ehrenamtlicher Helfer möglich ist, weiß auch der erste Beigeordnete Rüdiger Löwen. „Das Fest steht und fällt mit der Hilfe aus der Bevölkerung“, sagt er. Rund 400 Kröver werden vor, während und nach dem Fest im Einsatz sein. Sie helfen beim Aufbau, Schmücken, machen Dienste an den Ständen, kümmern sich um die Beleuchtung und das bengalische Feuer, helfen beim Festumzug am Sonntag und vieles andere. Die ausländischen Gruppen, die mehrere Tage in Kröv verweilen, übernachten auf Feldbetten und Matrazen in der Grundschule. Der Malteser-Hilfsdienst sorgt für die Verpflegung. Die Gruppen erhalten Frühstück, Mittag- und Abendessen in der Mittelmoselhalle. Und jeder Gruppe steht ein Begleiter zur Seite, der sich mit ihnen auf Englisch unterhalten kann.

Pia Leister-Dauns rechnet in diesem Jahr während der vier Tage wieder mit über 10 000 Besuchern. Vor allem beim großen Trachtenumzug am Sonntag, 7. Juli, drängeln sich unzählige Menschen entlang der Route. Dabei kann eine Gruppe besonders viel Applaus erwarten: Die Cochemer Bürgerwehr ist von Beginn an, also seit 1954, ununterbrochen mit dabei.

Vieles hat sich geändert seit 1954, dem Jahr, als in Kröv erstmals das Internationale Trachtentreffen gefeiert wurde. Doch vieles ist geblieben, so wie es sich die Initiatoren dieses fröhlichen, bunten und internationalen Festes vorgestellt hatten. Von Beginn an stehen die einzigartige Flussfeier mit Ankunft der Weinkönigin „Mosella“ auf der schwimmenden Moselbühne am Samstagabend und der große Umzug der Trachtengruppen am Sonntagmittag diesmal unter dem Motto „Kulturen und Künste der Welt“ im Mittelpunkt des Geschehens.

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