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Krone wirkt anziehend: Bernkastel-Kueser Weinkönigin Mosella Alexandra I blickt zurück

Krone wirkt anziehend: Bernkastel-Kueser Weinkönigin Mosella Alexandra I blickt zurück

50 Auftritte pro Jahr sind im Terminkalender der Bernkastel-Kueser Weinkönigin verzeichnet. Macht in 24 Monaten also 100. Alexandra Monzel hat sie genossen. Auch für ihre persönliche Entwicklung sei die Zeit gut gewesen, berichtet sie.

Das Leben als Weinkönigin. Wie stellt man sich das vor? Die noch amtierende Weinkönigin von Bernkastel-Kues, Alexandra I., gewährt Einblicke in das Leben als Hoheit, das zwei Jahre lang ihren Alltag beeinflusste. ,,Lächeln, winken, trinken, stehen und fotografieren sind sicherlich ein bedeutender Teil des Amtes", so lässt es die junge Frau durchblicken.Das Lächeln muss sitzen


Pro Jahr sind nahezu 50 Auftritte im Terminkalender einer Mosella vermerkt. Es gibt einen Ballungszeitraum. Ab Oktober bis März hat man maximal zehn Auftritte und auch März bis Mai fallen nicht viele Termine an.
Im Zeitraum von Juni bis September muss das Lächeln allerdings bei 30 bis 40 Terminen sitzen. Häufig sind es Auftritte in der Umgebung. Obwohl Alexandra kürzlich sieben Tage mit sieben Terminen meistern musste, hatte sie das Amt für ,,noch aufwendiger" vermutet.

Alle Termine könne sie nicht wahrnehmen. Auf gefüllte Wochen folgten auch terminfreie Wochenenden. "Da fragt man sich natürlich auch, hätte man das nicht verteilen können", witzelt die junge Frau. "Aber die Feste liegen ja nicht nach meinem Terminkalender, sondern wie sie eben geplant sind."

Obwohl das Amt an sich an Aufgaben unverändert bleibt, erkennt sie einen Fortschritt. An sich selbst. Bei so vielen Auftritten vor Publikum falle das freie Sprechen auch nicht mehr schwer. Länger vorbereiten müsse sie sich nur für große Reden. Sie sei auf jeden Fall offener geworden, das sei ihr beim Vergleich zur Anfangszeit aufgefallen. "Man kann sich das vorher auch nicht hundertprozentig vorstellen, was man da macht." Dass es eine schöne Zeit wird, in der sie die Weine und die Stadt Bernkastel-Kues repräsentieren darf, sei ihr Hauptziel gewesen. Das habe sie auch erreicht.

Die Liebe zu ihrer Heimat und zum Moselwein sei sehr ausgeprägt, obwohl sie nicht aus einer Winzerfamilie stammt. Außerdem bringe das Amt der Weinkönigin viele nette Bekanntschaften ein. Sowohl andere Königinnen, aber auch an sich habe sie viele Menschen kennengelernt. "Die Leute kommen auf einen zu, wenn man eine Krone auf dem Kopf hat."Amtsübergabe beim Weinfest


Einige Termine hat Alexandra I. noch - unter anderem in Brixen in Südtirol, das mit Bernkastel-Kues freundschaftlich verbunden ist. Dort übernehme sie einen Teil der Eröffnung des Altstadtfestes und gehe in ihrer Tracht, dem Moselblümchen, beim Umzug mit, erzählt sie.

Kurz danach, am 1. September, wird sie noch das Weinfest der Mittelmosel mit eröffnen. Einen Tag später endet dann die Amtszeit. Die Krone übergibt sie dann an die neue Mosella, Kathrin Maßem. Die 22-Jährige stammt aus einem Kueser Winzerbetrieb und steht bereit, die Krone am größten Fest der Region zu übernehmen. red