Kuckuck und Nachtigall in St. Marien

Kuckuck und Nachtigall in St. Marien

Mit Variationen für Blockflöte und Orgel haben Flötistin Lucia Mense und Organistin Theresia Thiesen das Rachtiger Weinstraßenfest bereichert.

Zeltingen-Rachtig. Mit zwei Konzerten für Blockflöte und Orgel hat der Förderkreis Kirchenmusik der Pfarrgemeinde St. Marien Rachtig das Rachtiger Weinstraßenfest bereichert. Am Sonntagnachmittag erklangen "Kuckuck und Nachtigall" in der Kirche, gegen Abend "Tausend Pfeifen und eine Blockflöte".
Weitere Gastspiele möglich


Die Vogelstimmen - eine Register-Besonderheit der Orgel - erklingen nur selten in der Rachtiger Kirche. Daher war vor allem das Nachmittagskonzert mit an die 150 Besuchern gut besucht. Abgesehen davon lockte die Besucher, dass Flötistin Lucia Mense und Organistin Theresia Thiesen aus der Region stammen. Mense, Spezialistin für "Alte Musik" und Improvisation, wuchs in Pünderich auf. Zu ihren ersten Lehrern zählte Gerda Koppelkamm-Martini aus Zeltingen. Thiesen ist Organistin und Chorleiterin der Pfarrgemeinden Zeltingen-Rachtig, Erden, Lösnich, Wehlen und Graach. Beeindruckend an dem Gastspiel: das aufeinander eingehende und sich ergänzende Miteinander der erfahrenen Musikerinnen. Mense studierte Block- und Traversflöte an den Musikhochschulen Köln, Amsterdam und Mailand - Thiesen Kirchenmusik in Aachen.
Kurt Schaaf, Vorsitzender des Förderkreises, rückte die musikalische Leistung ins rechte Licht. Die Soloparts seien "bestechend" gewesen und das Zusammenspiel "harmonisch und einfühlsam". Das Publikum sei in den Genuss zweier toller Konzerte gekommen, ließ er seine Hoffnung auf weitere Gastspiele durchblicken. Der Förderkreis lädt seit 2005 am Weinstraßenfestsonntag zu Orgelkonzerten in wechselnder Besetzung ein. Bewogen dazu hatte die damalige Weihe der restaurierten und erweiterten König/Weimbs-Orgel, die neue Pfeifen erhielt.
Von der von 1739 stammenden Barockorgel sind laut Egon Kappes, Mitglied des Verwaltungsrats St. Marien Rachtig, allerdings noch die vorderen, sichtbaren Pfeifen erhalten. Der Orgelbauer habe damals gesagt, sie seien so hervorragend, dass sie bleiben könnten. urs