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Künstler R.O. Schabbach lässt Pfeiler der Hochmoselbrücke bunt leuchten

Kunst : Künstler R.O. Schabbach lässt Pfeiler der Hochmoselbrücke bunt leuchten

Ein kunterbuntes „Tor der Mittelmosel“ wird sich erstmals offiziell am kommenden Freitagabend, 24. Januar,  öffnen. Dann wird die gleichnamige Lichtskulptur von R.O. Schabbach aus Morbach-Hundheim Teile von Deutschlands zweithöchster Brücke in Szene setzen und die Mosel überstrahlen.

Das Lichtkunstwerk wird 160 Meter hoch, 250 Meter breit und 30 Meter tief sein. Die Dimension für das aktuelle Vorhaben ist nicht nur für ihn einmalig. Er will gemeinsam mit Ehefrau Sherry Tyler einen Weltrekord aufstellen.

Das Projekt ist technisch anspruchsvoll. Benötigt werden dafür 20 gemeinsam mit einem Partner eigens entwickelte Projektoren, die 20 Einzelbilder übertragen. An der Brücke fügen sie sich zu einer  dreidimensionalen Lichtskulptur zusammen. Da sich das „Tor der Mittelmosel“ in nächster Zeit insgesamt viermal öffnet (Infos siehe unten), rechnet das Künstlerpaar mit einigen tausend Besuchern. Wegen des erwarteten Andrangs werde die L 189 gesperrt. Zu erleben ist der Event zwischen der Landesstraße und dem Moselufer. 

Schabbach und Tyler wollen mit der Licht-Installation aber nicht nur die Hochmoselbrücke in ein buntes Licht rücken, sondern über ihre Organisation „Love and Light for World Peace“ auch für den Weltfrieden werben. Eine Verlosung zugunsten der Mali-Hilfe ist zudem geplant. Schirmherr ist Landrat Gregor Eibes.

2014 war eine Idee von Schabbach ins Gespräch gebracht worden, die Brücke dauerhaft mit einer Lichtinstallation zu versehen. Damals waren Kosten von acht Millionen Euro im Gespräch, was den Bund der Steuerzahler auf den Plan rief. Das bedeutete zunächst das Aus für die Idee. Doch das Vorhaben hat Schabbach nicht „aus den Augen verloren“. Heute arbeitet er mit einer  anderen Technik, die die Kosten auf rund 1,5 Millionen Euro reduziere.

Die Lichtskulptur „Tor zur Mittelmosel“ ist am Freitag, 24. Januar, von 17 bis 24 Uhr zu sehen. Ein Shuttle-Bus bringt die Besucher zwischen 18 und 21.30 Uhr vom Kloster Machern zum Veranstaltungsort auf der Hunsrückseite und der Landesstraße L 189. Der letzte Bus zurück fährt um 22 Uhr. Die Installation wird zudem am Samstag, 25. Januar, sowie am Valentinswochenende, 14. und 15. Februar, gezeigt.