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Kultur made in Wittlich: Einladung zur Debatte

Kultur made in Wittlich: Einladung zur Debatte

Rund 100 Kulturschaffende aller Bereiche hat Bürgermeister Joachim Rodenkirch zu einem Diskussionsforum über die Kulturarbeit in Wittlich eingeladen. Der Termin steht jedermann offen und ist am Dienstag, 29. März, 19 Uhr, in der ehemaligen Synagoge, Himmeroder Straße.

Wittlich. (sos) Kulturkonzept, Kulturleitbild, Kulturtage, Kulturamt: Wittlichs Stadtpolitik hat viele Facetten und darunter gibt es eine, die wiederum selbst vielfältig ist: Stichwort Kultur. Wohl in kaum einer anderen Kleinstadt der Region wurde über dieses Feld gestritten, verhandelt, diskutiert. Zum Teil grundsätzlich, zum Teil abgrenzend, zum Teil engagiert, zum Teil gezwungenermaßen.

Gruppengespräche in Planung



Die Aufregung, die zuletzt in dem gipfelte, was als "Wittlicher Kulturdebatte" umrissen wurde, hat sich etwas gelegt, und nun sieht Bürgermeister Joachim Rodenkirch die Gelegenheit, eine Art Neustart anzuschieben. In diesen Tagen bekommen rund 100 im weitesten Sinne Kulturschaffende Post vom Bürgermeister. Es geht um eine Einladung zu einem Diskussionsforum über die Kulturarbeit in Wittlich, das am 29. März stattfinden soll. "Abwechslungsreich, vielgestaltig und hochklassig" sei die Kultur im vergangenen Jahr gewesen, dazu befinde sich die Kulturarbeit in der Stadt im "Prozess der Veränderung und der Neuorientierung" und deshalb suche man den Dialog mit allen Kulturschaffenden der Stadt. Geplant sind moderierte Gruppengespräche aller Teilnehmer, die mit der Einladung auch einen Fragebogen erhalten haben.

Damit könnten Schwerpunkte des Gesprächs im März vorab festgelegt werden, so der Bürgermeister. Unter anderem können konkrete Themen vorgeschlagen und Erwartungen an die Stadt Wittlich als gewünschte Unterstützung formuliert werden. Außerdem wird nachgefragt: "Benötigt die Stadt nach Ihrer Auffassung ein Kulturkonzept beziehungsweise ein Kulturleitbild?"

Letzteres ist unter anderem eine Forderung der Politik, die sich in der Vergangenheit Richtlinien für ihre Entscheidungen und festgelegte Ziele derselben gewünscht hat. Neben der schriftlich verschickten Einladung will die Stadt generell auch öffentlich auf den Termin aufmerksam machen.

Ziel sei, so der Bürgermeister, möglichst bis zur Sommerpause bereits erste Ergebnisse vorweisen können: "Zuerst wollen wir mit denen über Kultur diskutieren, die sie auch machen. Damit wollen wir eine neue Basis schaffen und den Blick nach vorne richten." Zum Beispiel auf den Mai: Dann beginnt der Frühlingsblock der Wittlicher Kulturtage. Auftakt ist mit dem Pantomimen Milan Sladek, der am Freitag, 6. Mai, unter dem Motto Pantomime und Jazz "Andy Warhol Reflection" in der Synagoge auf die Bühne bringt. Weitere Infos zu diesem längst konkreten Wittlicher Kulturprojekt mehrerer Veranstalter vom Jazzclub über die Orgelfreunde bis zu Institutionen wie Stadtbücherei, Stadtmarketingverein, Emil-Frank-Institut und auch Kulturamt: www.wittlicher-kulturtage.de