Kunst kennt keine Behinderung

Malerei als Ausdruck von Gefühlen, Wünschen und Träumen: Noch bis zum 30. Juni sind im "Hotel Rosengarten" Kunstwerke der Mitarbeiter des DRK-Sozialwerks Bernkastel-Wittlich zu sehen.

Bernkastel-Kues. (red) Bis zum 30. Juni ist im Hotel "Rosengarten" auf dem Kueser Plateau eine Bilder-Ausstellung von Künstlern der Werkstätten des DRK-Sozialwerkes Bernkastel-Wittlich zu sehen. Die zahlreichen Exponate, die im Rahmen von Fördermaßnahmen des DRK-Sozialwerks entstanden sind, geben einen Einblick in die Innenwelten der behinderten Mitarbeiter. Malerei macht in Farben und Formen, die Gefühle, Träume, Wünsche und Visionen von allen Menschen sichtbar.

Christine Schlimpen, die die Ausstellung mitinitiiert hat, sagt: "Kunst ist die Sprache von Mensch zu Mensch - wie es schon Freiherr von Feuersleben ehedem trefflich formulierte." Außerdem sei Malerei nicht nur ein erfüllendes Hobby, sondern auch ein therapeutisches Instrument. Es bringe den Malenden in Kontakt mit sich selbst: "Malen tut einfach gut", meint Schlimpen. Grundvoraussetzung dazu seien Motivation, Konzentration und auch eine gewisse Stille. In den Fördermaßnahmen wird den behinderten Mitarbeitern des DRK-Sozialwerkes und seiner Werkstätten deshalb Mut zur visuellen und künstlerischen Gestaltung gemacht.

Der Geschäftsführer des DRK-Sozialwerks Bernkastel-Wittlich, Christian Johann, betont, dass die Beiträge zur weiteren Eingliederung behinderter Menschen in die Arbeitswelt und damit in die Gesellschaft wichtig seien. "Das ist das gewichtigste Ziel der Aufgabenstellung unserer Einrichtung" so Johann. Manches Bild hat Anerkennung über die regionalen Grenzen hinaus gefunden, zum Beispiel die Werke von Markus Simon und Günter Capito, die in den Jahreskalendern des Landes Rheinland-Pfalz für 2008 (Günter Capito) und 2009 (Markus Simon) Berücksichtigung fanden (der TV berichtete).