Ländlicher Raum: Bürger sollen die Zukunft ihrer Heimatorte gestalten

Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues : Ländlicher Raum: Bürger sollen die Zukunft ihrer Heimatorte gestalten

Hat der ländliche Raum eine Zukunft? Es soll zumindest alles versucht werden, um ihm eine Chance zu geben. In der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues wird es deshalb einen Zukunfts-Check Dorf geben.

„Dieses Projekt eröffnet den Gemeinden die Chance, anhand aktueller Erkenntnisse in sozialen, infrastrukturellen, wirtschaftlichen und baulichen Belangen eine zukunftsfähige Strategie mit Maßnahmenansätzen zu entwickeln“, heißt es in der Einladung der VG-Verwaltung.

Der wahrscheinlich wichtigste Ansatz dabei: Durch eine breite  Bürgerbeteiligung soll ein Bewusstsein für das eigene Dorf geschaffen werden.  Das Ziel: ein durch die Bürger der jeweiligen Gemeinde ausgearbeiteter Abschlussbericht mit Maßnahmen, Empfehlungen und einem Rahmenplan für die anzugehenden Projekte.

Unterstützt werden die Bürger durch Experten der Kreisverwaltung und die Bauabteilung der VG-Verwaltung, berichtet Leo Wächter, hauptamtlicher Beigeordneter der VG Bernkastel-Kues. Ein Vorteil: Normalerweise koste ein Check einen Ort etwa 15 000 Euro. Durch eine Förderung des Landes könne der Eigenanteil auf 1000 bis 1500 Euro begrenzt werden.

Manche Orte hätten bereits ein Dorferneuerungsprogramm. Im Schnitt seien die Konzepte vieler Gemeinden aber 20 Jahre und älter, sagt Wächter. Es werde, so der Beigeordnete, eine Prioritätenliste erarbeitet. Sie solle den Ablauf der Projekte regeln.

In der VG Wittlich-Land hat es bereits eine Auftaktveranstaltung mit circa 80 Bürgern und Kommunalpolitikern gegeben (TV vom 27. Oktober). In der VG Bernkastel-Kues wird das Projekt der Öffentlichkeit am Mittwoch, 7. November, vorgestellt. Schauplatz ist der große Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung. Beginn ist um 18 Uhr.

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