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Längste Musikmeile Deutschlands am 3. Juli an der Mosel, anmelden

Längste Musikmeile an der Mosel : Längste Musikmeile Deutschlands schlängelt sich am 3. Juli entlang der Mosel: Jetzt anmelden

Zwischen Koblenz und Perl, auf 250 Kilometern entlang der Mosel, soll sie am 3. Juli um punkt 15 Uhr erklingen: Georg Schmitts Moselhymne. Gesungen oder gespielt von Chören, Musikvereinen, Bands oder Orchestern. Was steckt hinter der Idee und dem immensen Aufwand?

In China ist 2022 das Jahr des Tigers. Für die Regionalinitiative Faszination Mosel ist 2022 ein Jahr der Kunst und der Kultur. Und was für eins. Das Mega-Event, das Simone Röhr, Geschäftsführerin der Regionalinitiative, und Mitarbeiterin Vanessa Brockmüller für den 3. Juli planen, wirft schon jetzt seinen langen Schatten voraus. Nichts weniger als die längste Musikmeile Deutschlands wollen sie auf die Beine stellen. Im Fokus steht die sogenannte Moselhymne des Trierer Domorganisten Georg Schmitt (1821-1900) „Im weiten deutschen Lande“. Entlang der Mosel, einschließlich ihrer Nebenflüsse, soll sie erklingen. „Und zwar am Sonntag um punkt 15 Uhr. Komme, was wolle“, erklärt Simone Röhr.

Orchester, Chöre, Musikgruppen, Bands, ja sogar Djs aus allen Moselgemeinden bittet Röhr dabei mitzumachen. 15 bis 20 Gruppen haben sich bereits vorab angemeldet, aber lange nicht genug Musiker, um die kompletten 250 Kilometer entlang des Flusses zu bespielen. Daher können sich Interessenten ab sofort bei der Regionalinitiative melden, die für diese Aktion viele organisatorische Aufgaben übernehmen wird. Vanessa Brockmüller sagt: „Wir kümmern uns um Noten, Liedtexte und die zentrale Bewerbung. Außerdem wird es einen Filmbeitrag am Ende geben.“

Ein Lied von 1846 ins 21. Jahrhundert zu transportieren und damit auch junges Publikum ansprechen zu wollen, ist dabei allerdings mutig. Das wissen auch Röhr und Brockmüller. „Wir haben uns entschlossen, neue Arrangements kreiern zu lassen. Da sind wir zur Zeit in Gesprächen, haben aber bereits mit der Kreismusikschule Bernkastel-Wittlich Kontakt aufgenommen.“ Kooperation schreibt die Regionalinitiative ohnehin ganz groß und ist für dieses Projekt eine Zusammenarbeit mit dem Mosel Musikfestival eingegangen. Intendant Tobias Scharfenberger unterstützt das Konzept gerne mit seinem Team. „Wir werden uns beteiligen. Wir wollen junge Zielgruppen ansprechen. Das ganze Tal soll klingen.“ Wo genau, liegt ganz an den Akteuren. Das kann ein schöner Fleck in den Weinbergen sein, aber auch auf einer Wiese am Moselufer, mitten im Dorf oder auf dem Sportplatz. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

So ein Ereignis klingt rekordverdächtig, oder? Tatsächlich sagt Simone Röhr, „hatten wir mit den Guiness-Buch der Rekorde Kontakt aufgenommen. Doch die hohen Gebühren haben uns abgeschreckt. Diese Summe setzen wir dann doch lieber für die Veranstaltung selbst ein.“

Anmeldung mit Angaben zum Veranstalter, Ort und Verein ab sofort per E-Mail an: kontakt@faszinationmosel.info