Lärmschutzwand und Begrünung

SALMTAL. Bürgerversammlung und Gemeinderat beschäftigten sich mit dem geänderten Bebauungsplan "Birkenbüsch-Wieschen" aufgrund der Ansiedlung eines Lidl-Markts und der Erweiterung des Edeka.

17 Bürger waren in die Alte Schule Dörbach gekommen, um sich die Änderung des Bebauungsplans und die Ergebnisse der Lärmschutztechnischen Untersuchung anzuhören. Als Lärmschutz sieht das Gutachten eine 2,5 Meter hohe Schutzwand im Nordosten des Parkplatzes vor. Zudem darf weder bei Lidl noch bei Edeka eine Anlieferung zwischen 22 Uhr und 6 Uhr stattfinden. Die schalltechnische Untersuchung berücksichtigt hierbei den Verkehr durch das Gewerbegebiet, die Landesstraße, den geplanten Lidl, die Erweiterung des Edeka- Markts sowie die bereits vorhanden Gewerbebetriebe. Die meisten Salmtaler stehen hinter der Neuansiedlung des Lidls und der Erweiterung des Edeka, aber es gibt auch kritische Stimmen. Günther Hoffmann fragte den Rat nach geprüften alternativen Standorten in den Ortskernen und ob man das Gebäude nicht um 90 Grad drehen könne, um den Blick auf die Rückwand zu vermeiden. Hierzu Toni Hauprich, Leiter der Bauabteilung Wittlich-Land. "Es gibt keine alternativen Standorte, die verfügbar gewesen wären und die Kriterien wohnortnah und verträglich erfüllt hätten. Das hat die Gemeinde bereits geprüft, und die landesplanerische Stellungnahme ist positiv ausgefallen". "Ein Verschiebung des Gebäudes bringt aus schalltechnischer Sicht nichts, denn das Gebäude selbst dämmt den Schall des Parkplatzes", erläuterte Wilburg Gusy vom Institut ISU, das die Schalltechnische Untersuchung durchgeführt hat. Eine Drehung kommt nicht in Frage, denn dann müsste das Gebäude in seinen Ausmaßen verändert werden, was nicht in das Konzept des Lidl-Konzerns passt. Die Anwohner der Salmstraße befürchten eine zusätzliche Lärmbelastung durch weitere Kunden der Einkaufsmärkte. Sie fordern eine funktionierende Geschwindigkeitsreduzierung. Der Rat versprach, das im Auge zu behalten und sich Alternativen zu überlegen. Otto Rauen machte noch einmal auf die gefährliche Kreuzungssituation an der L 141 aufmerksam. Im Rat sei dieses Problem bekannt und habe im Bebauungsplan die Möglichkeit eines Kreisels geschaffen, aber das Land habe hier mit zu entscheiden, lautete die Antwort auf seine Frage. Die Anregung sei von Seiten des Landes positiv aufgenommen worden, aber eine kurzfristige Realisierung sei wahrscheinlich nicht möglich. Die Begrünung der Rückseite des Lidl-Markts machte anderen Anwohnern Sorgen, sie befürchten, dass die Blätter der hohen Bäume auf ihre Grundstücke fallen. Der Gemeinderat beschloss daraufhin, eine stufenweise Begrünung, die hohen Bäume so nah wie möglich an das Bauwerk, und dann kleine Gehölze zu den Anwohnern hin.