Lahmgelegte Windmühlen

Es ist nicht der erste Beitrag von Heide Weidemann aus Erden, ihres Zeichens Landesvorsitzende des BUND, der Kopfschütteln provoziert. Diesmal sind es also die Windräder. Im Gegensatz zu ihrer vollmundigen Behauptung, sie seien ausgereift und effizient, muss der Ingenieur ebenso wie der Betriebs- und Volkswirtschaftler feststellen, dass dies falsch ist, die Anlagen weder technisch auf der Höhe der Zeit sind noch einer ökonomischen Überprüfung standhalten.

Die Stillstandszeiten der Räder treiben den Investoren als auch den Bürgermeistern der Gemeinden Tränen in die Augen! Dabei sind es nicht nur zu geringe Windgeschwindigkeiten, von denen die Windmühlen lahmgelegt werden. Vielmehr verursachen Rotorlagerschäden, Ausfälle der Elektronik und andere Pannen kostenintensive Standzeiten. Was die Effizienz betrifft, so ist die auf binnenländischen Standorten nur in Ausnahmefällen gegeben, eine Tatsache, die bekannt ist, und der Trittin mit einer Novellierung des Einspeisegesetzes Rechnung tragen will. Heide Weidemann fordert, die Landschaftsverschandelung im Interesse des Weltklimas zu tolerieren. Dies wäre erwägenswert, wenn die Anlagen zu einer nennenswerten Reduzierung der Kohlendioxid-Belastung beitragen würden. Dazu sind sie nicht in der Lage, wie eine Rechnung fürs Saarland zeigt: Um zehn Prozent der dort in 2002 verbrauchten Energie mittels Windkraft zu erzeugen, müssten auf jeden Quadratkilometer - ob Stadt, Wald, Berg oder Tal - mehr als zwei Windräder stehen. Folgerichtig hat der World Energy Council in keinem seiner Zukunftsszenarien der Windenergie einen Anteil von mehr als einem Prozent zugebilligt. Für regenerative Energieerzeugung wie Erdwärme, Biomasse, Solarenergie wird dagegen ein 20- bis 25-prozentiger Anteil erwartet. Die Hauptwaffe an der Klimafront wird laut WEC, nach wie vor die Kernkraft stellen, mit kleinen, hoch effektiven und inhärent sicheren Reaktoren, die derzeit entwickelt werden. AKW sind und bleiben die Speerspitze im Kampf gegen den Klimawandel! Helmut Körlings, Traben-Trarbach