Arbeitswelt: Land soll im Streik bei Riva vermitteln

Arbeitswelt : Land soll im Streik bei Riva vermitteln

Rund 100 Beschäftigte des Unternehmens Riva/H.E.S. aus Trier und Horath haben vor dem Mainzer Landtag gestreikt. Sie bekräftigten dort ihre Forderung nach Anerkennung der Tarifverträge der rheinland-pfälzischen Metall- und Elektroindustrie.

Derzeit liegen die Entgelte laut Gewerkschaft beim Hersteller von Betonstahlmatten rund 20 Prozent unter dem Metalltarif.

Im Rahmen der Demonstration wurde eine Streik-Delegation von Alexander Wilhelm, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, empfangen. Die Streikenden baten die Landesregierung, in dem Tarifkonflikt zu vermitteln und zu schlichten. Zum Hintergrund: Die etwa 130 Beschäftigten von Riva/H.E.S. an den beiden Standorten in Trier und Horath befinden sich seit 11. Juni im unbefristeten Streik für einen Tarifvertrag. Ihr Ziel ist die Anerkennung der Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie. Bislang gilt in den beiden Werken in Trier und Horath kein Tarif. Verhandlungen am 19. Juni haben keinen Fortschritt gebracht. Die beiden Standorte in Trier und Horath gehören zum Riva-Konzern, der unter anderem in Brandenburg und Hennigsdorf  Stahl-Standorte betreibt. In Trier und Horath werden Lager- und Listenmatten sowie Coils und Stäbe für die Bauindustrie hergestellt. Riva ist einer der größten Stahlhersteller Europas.

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