Land wird teurer

Die Stadt Wittlich ist Immobilienbesitzer: Ihr gehören Grundstücke und öffentliche Gebäude. Und sie entwickelt Flächen, um sie dann an den Mann zu bringen. Etwa aktuell nahe der ehemaligen Dualen Oberschule in Wengerohr oder auch im Industriegebiet Wengerohr-Süd. Was die kosten sollen, legt der Stadtrat fest.

Wittlich. In Wittlich und den Stadtteilen sind Baugrundstücke begehrt und rar. Größere Flächen für Häuslebauer gab es zuletzt am Vitelliuspark, am Friedhof (Wohnen am Kalkturm). Auch am Rollkopf sollen jetzt ehemalige Wiesen bebaut werden, und in Wengerohr gab es beispielsweie fast mitten im Ort neue Grundstücke durch den Wegzug von Baustoffe Follmann, während man in Bombogen ein Neubaugebiet erweitert hat. Außerdem entsteht aktuell Platz rings um die ehemalige Duale Oberschule. Dort ist die Stadt im Besitz eines 759 Quadratmeter-Grundstückes Im Kirchgarten. Die Frage war: Macht man daraus ein oder zwei Baugrundstücke?
Es gibt Interessenten, die der Stadt gerne das Gesamtgelände abkaufen wollen. Deshalb hat der Stadtrat nun beschlossen, die Fläche Im Kirchgarten komplett zu verkaufen. Dabei wurde der Kaufpreis auf 120 Euro je Quadratmeter inklusive Erschließung festgesetzt. Man rechnet also mit einem Erlös von 91 000 Euro.
Wie viel genau die Stadt noch mit dem Verkauf von Gewerbe- und Industriegrundstücken einnehmen kann, geht nicht aus einer weiteren Beschlussvorlage für den Stadtrat hervor.
Darin geht es um das verbleibende Gelände, das im bereits bestehenden und dann auch zukünftig erweiterten Gebiet Wengerohr-Süd angeboten werden kann.
Dort sind ab sofort die Preise von bislang 25 Euro auf 35 Euro je Quadratmeter angehoben worden. Dazu steht in der Begründung, die Nachfrage sei in Wittlich "weiterhin ungebrochen hoch".
Man habe nur noch wenige freie Grundstücke. Angesichts der Versuche, den städtischen Haushalt zu konsolidieren, wolle man die Kaufpreise erhöhen, "um weitere Einnahmen für den städtischen Haushalt zu generieren". Das sei bereits in einer Konsolidierungssitzung im Juli beschlossen worden. Man gehe nicht davon aus, dass durch die Erhöhung "die Nachfrage nach Flächen stagniert, da bereits aktuell nicht alle Nachfragen bedient werden können".