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Landesverdienstorden für Wittlicher Pädagogin: Erni Schaaf-Peitz erhält Auszeichnung

Anerkennung : Landesverdienstorden für Wittlicher Pädagogin: Erni Schaaf-Peitz erhält Auszeichnung

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat sechs Frauen und Männer für ihr herausragendes Engagement mit dem Landesverdienstorden ausgezeichnet. Unter ihnen Erni Schaaf-Peitz aus Wittlich.

Sie leitet seit mehr als 40 Jahren die städtische Kindertagesstätte Wittlich-Neuerburg und engagiert sich seit 1995 in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für den Berufsstand der Fachkräfte in Kitas. Dort ist Schaaf-Peitz Leiterin des Vorstandsbereichs Jugendhilfe und Sozialarbeit.

Seit 2016 gehört sie auf Bundesebene der Großen Tarifkommission an. Mit ihrem Fachwissen erläutert sie die Bildungsarbeit im Elementarbereich einer breiteren Öffentlichkeit und vermittelt zugleich ein modernes, selbstbewusstes Berufsbild. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftegewinnung und -sicherung. Ernestine Schaaf-Peitz hat die fachlich-inhaltliche Debatte zu zentralen Themen der Frühpädagogik in Rheinland-Pfalz, wie etwa der Erstellung von Bildungs- und Erziehungsempfehlungen, der Beobachtung und Dokumentation von Bildungsprozessen und der Praxisanleitung begleitet und sich aktiv eingebracht. Ihre Arbeit war dabei immer getragen von dem Ziel, den Kindern im Elementarbereich bestmögliche Entwicklungsbedingungen zu bieten.

Ihr besonderes Engagement für den Berufsstand und die Frühpädagogik zeigt sich auch darin, dass die Städtische Kita Wittlich-Neuerburg zur ersten Staffel der Konsultationskindertagesstätten in Rheinland-Pfalz gehörte. In ihrer Kita entwickelte sie mit ihrem Team schon früh ein Konzept der Offenen Arbeit. Außerdem fördert sie die interkulturelle Sensibilität sowie die sprachliche Bildung und hat eine tiergestützte Pädagogik mit Ziegen, Fischen, Hund und Hühnern etabliert.

Der Landesverdienstorden ist die höchste Auszeichnung des Landes. Um dieses Zeichen der Anerkennung würdig hervorzuheben, ist die Zahl auf 800 Ordensträger begrenzt.

„Diese Verleihung ist für mich immer etwas Besonderes, denn sie ehrt Menschen, die Außergewöhnliches für Rheinland-Pfalz geleistet haben. Ihr vielfältiges Ehrenamt reicht vom Einsatz für soziale Gerechtigkeit über ökologisches Engagement bis hin zum Jugendschutz im Internet. Damit leisten sie einen unschätzbaren Beitrag für unsere demokratische Gesellschaft“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Ordensträger wurden einzeln nacheinander eingeladen. Eine gemeinsame Feierstunde mit den Gästen fand aufgrund der aktuellen Pandemielage nicht statt.

Die Ministerpräsidentin bedankte sich bei allen Ordensträgern: „Zusammenhalt und Solidarität sind gerade jetzt wichtiger denn je. Unsere Gesellschaft lebt davon, dass sich Bürger und Bürgerinnen füreinander einsetzen, die Zukunft mitgestalten und andere Menschen inspirieren.“