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Landgericht Trier verurteilt Serien-Einbrecher zu Haftstrafe

Landgericht Trier verurteilt Serien-Einbrecher zu Haftstrafe

Die Große Strafkammer am Landgericht Trier hat gestern ein Pärchen verurteilt, das für elf Einbrüche an der Mosel und in der Eifel verantwortlich ist. Der Hauptangeklagte, ein 34 Jahre alter Mann, muss für fünf Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Seine Komplizin erhielt eine 20-monatige Freiheitsstrafe auf Bewährung.

Trier/Wittlich. Eine beispiellose Einbruchserie im Mosel-Eifel-Raum sorgte im November und Dezember vor einem Jahr für Unruhe in der Bevölkerung. Innerhalb weniger Wochen kam es in den Orten Bad Bertrich, Pünderich, Gillenfeld, Ulmen, Erden, Kinheim-Kindel, Hasborn, Niederöfflingen, Reil und Traben-Trarbach stets am helllichten Tage zu Wohnungseinbrüchen.
Den Tätern fielen Schmuck, Bargeld, Sparbücher und Wertgegenstände in die Hände. Die Sachschäden an Türen und Fenstern waren erheblich. Die Bilanz: inklusive der Sachbeschädigungen ein finanzieller Schaden in Höhe von 55 000 Euro.
Verantwortlich für die Straftaten ist ein Pärchen - ein 34 Jahre alter Mann und seine 25-jährige Freundin. In den meisten Fällen handelte der Mann allein, dreimal stand die junge Frau Schmiere. Mit dem Geld finanzierte er seine Drogensucht und den Lebensunterhalt für sich und seine Freundin.
Nicht zum ersten Mal in Haft


Der 34-Jährige saß bereits mehrere Jahre im Gefängnis und war in verschiedenen Drogen-Entzugskliniken. Das Gericht hat ihn gestern nicht nur zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und neun Monaten verurteilt, es hat außerdem die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet.
An drei Verhandlungstagen hatte sich die Dritte Große Strafkammer mit dem Fall befasst. Beide Angeklagten hatten gleich zu Beginn des Prozesses die Taten größtenteils eingeräumt (der TV berichtete).
Die Häuser, in die der Verurteilte stets am helllichten Tage einbrach, suchte er sich mit einer einfachen Methode aus: Er schaute zunächst, ob Post im Briefkasten steckte. War dies der Fall, klingelte er an der Tür. Wurde die Tür nicht geöffnet, begab er sich zumeist hinters Haus und hebelte mit einem großen Schraubenzieher die Balkon- oder Terrassentür auf. sim