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Landkreis Bernkastel-Wittlich hat sich für Smart Cities beworben

Mobilisierung : Wird der Kreis bald smart?

Der Landkreis Bernkastel-Wittlich hat sich für eine Förderung bei dem Projekt „Smart Cities“ beworben. Die Bereiche Digitalisierung und Mobilisierung stehen dabei im Vordergrund.

Wie können die 107 Ortsgemeinden im Kreis Bernkastel-Wittlich mobiler werden? Diese Frage hat sich der Kreis gestellt und im Rahmen des Förderprojektes „Smart Cities“ ein Konzept entwickelt, das unter anderem die Mobilisierung und Digitalisierung des Landkreises als Schwerpunkte hat. Der Wettbewerb des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat biete die Möglichkeit, eine Vielzahl von Verbesserungen zur Digitalisierung im Kreis umzusetzen. Die Bewerbung soll unter dem Namen „Gemeinsam.Eifel-Mosel-Hunsrück.digital“ laufen und es wurden schon einige Ideen für die Teilnahme erarbeitet.

Eine Mobilitätsstrategie soll mit Unternehmen und Verwaltungen im Kreis erarbeitet werden. Ein Ziel sei es auch, eine kreisweite Pendler-App zu erstellen, die für alltägliche Fahrten Personengruppen zusammenführt. Außerdem soll ein kreisweites Rufbus-System erarbeitet werden, das mit einer App und einem Sprachsteuerungsdienst genutzt werden kann. Das Ziel sei es, dass die Buslinien flexibel und nach den Bedürfnissen der Nutzer fahren.

Ein weiterer Punkt sei, dass die Dorfgemeinschaftshäuser für verschiedene Anlässe genutzt werden können. Tagsüber könnten dort Dorfbüros als Co-Working-Space genutzt werden. Danach könnten die Räume als Schulungsraum und abends als Dorftreff dienen.

Bei alle dem sei es besonders wichtig, dass alle Menschen im Landkreis davon profitieren. So soll jeder, unabhängig vom Alter, dem Geschlecht oder der Herkunft in die Digitalisierung einbezogen werden. Dafür sollen „DigiCamps“ geschaffen werden, die Bildungsmodule für „Lebenslanges Lernen“ anbieten. Ein weiterer Zusatz wären mehr als 50 ehrenamtliche Digitalbotschafter im Kreisgebiet und sechs hauptamtliche Digitalisierungsmanager in den Verwaltungen. Das Projekt soll über zwei Jahre laufen und 90 Prozent des Betrags würden von der Förderung übernommen werden, so dass noch rund 64 000 Euro Eigenanteil bleiben. Derzeit sei der Kreis Bernkastel-Wittlich unter den letzten 22 Bewerbern. Die weitere Teilnahme am Bewerbungsprozess wurde in der zurückliegenden Sitzung des Kreisausschusses einstimmig beschlossen.