Landrat besucht Beirat für Migration und Integration

Landrat besucht Beirat für Migration und Integration

Der Beirat für Migration und Integration vertritt im Landkreis Bernkastel-Wittlich insgesamt 5500 Menschen mit Migrationshintergrund. Während einer Beiratssitzung hat sich Landrat Gregor Eibes über die Aufgaben und Arbeitsschwerpunkte des Gremiums informiert.

Wittlich. Während seines Besuchs beim Beirat für Migration und Integration betonte Landrat Gregor Eibes, Integration sei eine wichtige Zukunftsaufgabe, für die es sich lohne, sich einzusetzen. "Integration ist in allen gesellschaftlichen Feldern von großer Relevanz: Familie, Bildung, Arbeitsmarkt, Kultur, Wohnen und Freizeit gehören ebenso dazu wie der Bereich Soziales und Gesundheit. Das macht deutlich: Integration ist eine riesige Herausforderung und zugleich eine große Chance, auch in Bezug auf den demografischen Wandel und sozialen Frieden, Wohlstand und Beschäftigung in unserem Land", so der Landrat. Er dankte den Beiratsmitgliedern für ihr ehrenamtliches Engagement und sagte die Unterstützung der Beiratsarbeit durch die Kreisverwaltung und Fortsetzung der bisherigen guten Zusammenarbeit zu.
Menschen aus 119 Nationen


Der Beirat für Migration und Integration vertritt die im Landkreis lebenden 5500 Menschen mit Migrationshintergrund aus 119 Nationen. Er wurde Ende 2009 für die Dauer von fünf Jahren gewählt und besteht aus insgesamt fünfzehn Mitgliedern, die ihre Tätigkeit ehrenamtlich und unentgeltlich ausüben.
Aufgabe des Gremiums ist die Förderung und Sicherung des gleichberechtigten Zusammenlebens der im Landkreis wohnenden Menschen verschiedener Nationalitäten, Kulturen und Religionen sowie die Weiterentwicklung des kommunalen Integrationsprozesses. Gegenüber den Organen des Landkreises kann sich der Beirat äußern und Anregungen und Empfehlungen geben, soweit Selbstverwaltungsangelegenheiten des Landkreises betroffen sind.
Vorsitzende des Beirats ist Irene Dischke aus Wittlich. Die 36-jährige Juristin weiß aus eigener Erfahrung, dass Integration gelingen kann. Als sie 1992 als Aussiedlerin aus Kirgisistan nach Deutschland kam, war ihr dieses Land sehr fremd. Das ist heute anders. Nach dem Besuch eines Deutschsprachkurses machte Irene Dischke ihr Abitur und studierte anschließend Jura in Trier. Heute arbeitet sie als Rechtsanwältin in Wittlich.
Vorschläge erwünscht


Die Beiratsvorsitzende dankte Landrat Eibes für seinen Besuch im Beirat und für seine Bereitschaft zur Unterstützung der Beiratsarbeit. "Gemeinsam wird es uns gelingen, die Integration im Landkreis noch weiter voranzubringen", so die Vorsitzende. Dabei will sich der Beirat an den Bedürfnissen der Menschen im Landkreis orientieren. Deshalb hofft Irene Dischke auf eine breite Unterstützung der Beiratsarbeit durch die Bevölkerung. Gerne nimmt sie die an den Beirat gerichteten Anliegen und Empfehlungen in die Arbeit des Beirats auf und bittet um Vorschläge. red

Der Beirat für Migration und Integration ist folgendermaßen erreichbar:
Irene Dischke (Vorsitzende), Manderscheider Str. 19, 54516 Wittlich, ira.dischke@web.de
Hacer Sarioglu (1. Stellvertreterin), Auf\'m Geifen 21, 54516 Wittlich, hacersarioglu@free net.de
Geschäftsstelle: Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, Ute Erz, Kurfürstenstraße 16, 54516 Wittlich, Tel. 06571/14-2390, Fax: 06571/14-42390, ute.erz@bernkastel-wittlich.de

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