1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Landrat Eibes fordert Perspektive für Hotellerie und Gastronomie

Corona-Krise : Landrat Gregor Eibes fordert Öffnung der Hotels und Restaurants

An der Mosel, in der Eifel und im Hunsrück leiden neben den Gastronomen vor allem die Hotelbetreiber unter der Corona-Krise. Landrat Gregor Eibes verlangt von Bund und Land klare Aussagen dazu, wann Hotels und Restaurants wieder öffnen dürfen. „Sonst droht vielen auch bisher erfolgreichen Unternehmen der Untergang mit dramatischen Folgen für die ganze Region“, sagt der Landrat.

(red) Die aufgrund der Corona-Pandemie getroffenen Verordnungen der Landesregierung führten in den vergangenen Wochen zu weitreichenden Einschränkungen in nahezu allen Lebensbereichen. Die Wirtschaft ächzt mittlerweile unter der drückenden Last der Krise und Verordnungen. Insbesondere die Hotellerie und Gastronomie an der Mosel, in der Eifel und dem Hunsrück im Kreisgebiet erleiden durch die verordneten Schließungen herbe Einbußen (der TV berichtete).

Doch im Gegensatz zu anderen Branchen gibt es für die Tourismusbranche noch keinen Fahrplan, der den Weg zurück in die Normalität aufzeigen würde. Allenfalls Restaurants mit Außer-Haus-Verkauf können derzeit noch gewisse Einnahmen verbuchen. Bei den Hoteliers geht nichts mehr – und das seit nunmehr sieben Wochen.

Deshalb fordert der Bernkastel-Wittlicher Landrat Gregor Eibes im Vorfeld der Bund-Länder-Abstimmung am Mittwoch, 6. Mai, klare Aussagen zu einer geregelten Öffnung von Hotellerie und Gastronomie. „Mich erreichen nahezu täglich Brandbriefe von Restaurantbetreibern und Hoteliers, die sich in einer schier aussichtslosen Lage befinden“, schildert Eibes, der zugleich auch Aufsichtsratsvorsitzender der Mosellandtouristik GmbH sowie Vorsitzender der Regionalinitiative Mosel ist, die dramatische Situation in der Tourismusbranche. „Wenn nicht sehr bald eine Änderung eintritt, droht vielen auch bisher erfolgreichen Unternehmen der Untergang mit dramatischen Folgen für die ganze Region.“

Eibes, in dessen Landkreis der Tourismus mit jährlich rund 800 000 Gästen und 2,5 Millionen Übernachtungen eine besondere Rolle spielt, richtet daher einen dringenden Appell an die Verantwortlichen in Mainz und Berlin: „Sie sollen den 2000 Beherbergungsbetrieben im Landkreis, den zahlreichen gastronomischen Betrieben aber auch den Winzern einen Ausweg aus der Krise aufzeigen.“ Denn genau wie er „von der Richtigkeit der bisherigen Maßnahmen überzeugt war, die zur Eindämmung des Virus beigetragen haben“, sagt er, sei er vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung bezüglich der Neuinfektionen mit Covid-19 der Auffassung, dass es erlaubt sei, über eine baldige Öffnung im Hotel- und Gaststättenbereich nachzudenken. Die Branche sei prädestiniert, sagt Eibes, um verantwortungsvoll mit den Hygieneanforderungen, die natürlich an eine Öffnung gekoppelt werden müssten, umzugehen.