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Landtagswahl: Paar weigert sich, in Wahllokal im Hunsrück Mundschutz zu tragen

Landtagswahl 2021 : Zwischenfall in Hunsrücker Wahllokal: Paar weigert sich, Mundschutz zu tragen

Bei der Landtagswahl ist es nach TV-Informationen im Wahllokal in Bischofsdhron zu einem Disput zwischen den Wahlhelfern und einem Ehepaar gekommen. Die Wähler waren nicht bereit, im Wahllokal Mundschutz zu tragen und sich die Hände zu desinfizieren.

Ein Attest, das sie von der Maskenpflicht befreit, haben sie lediglich autorisierten Personen vorzeigen wollen, heißt es. Nach Eintreffen von Mitarbeitern des Ordnungsamtes soll das Ehepaar gewählt haben. Anschließend soll das Wahllokal geschlossen worden sein, um Räume und Gegenstände zu desinfizieren. Danach soll das Wahllokal wieder anderen Wählern zur Verfügung gestanden haben.

Der Morbacher Bürgermeister Andreas Hackethal bestätigt im Wesentlichen diese Information. „Wir haben uns im Vorfeld darauf eingestellt, dass es zu Vorfällen mit Maskenverweigerern kommen könnte und haben die Vorgehensweise mit der Kreisordnungsbehörde abgestimmt“, sagt Hackethal. Dabei sei es um eine Abwägung zwischen Wahlrecht und Gesundheitsschutz gegangen.

„Wir müssen gewährleisten, dass jeder Wahlberechtigte an der Wahlurne abstimmen darf“, sagt der Bürgermeister. Zur Prüfung des Verfahrens würden die Personalien an die Kreisordnungsbehörde weitergeleitet. Andere Fälle in dieser Form sind dem Bürgermeister aus der Einheitsgemeinde nicht bekannt.