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Landtagswahl Rheinland-Pfalz 20201 Porträt Frank Klein FDP

Landtagswahl : Wahlkampf in Laufschuhen

Der Gonzerather Frank Klein tritt bei der Landtagswahl im Wahlkreis 23 für die FDP an und hat immer die Folgen der Corona-Krise im Blick.

  Derzeit läuft er durch den Hunsrück: Der FDP-Landtagskandidat Frank Klein ist ambitionierter Läufer und macht seinen Wahlkampf gewissermaßen in Jogging-Schuhen. Klein läuft in seiner Freizeit durch sein Wahlgebiet und besucht die einzelnen Orte. In seinem Instagram-Account berichtet er von seinem „Lauf in den Landtag“.

Für die Politik hat er sich schon früh interessiert.  „Ich war schon auf der Schule in Bernkastel-Kues Schulsprecher und wollte immer was bewegen. Der  Informationsaustausch, Ziele erreichen,  das macht mir Freude. Politik macht schließlich auch Spaß“, sagt der Hunsrücker, der in dieser Landtagswahl zum zweiten Mal für einen Sitz für die FDP antritt. Der 48-jährige Einzelhandelskaufmann stammt aus Horath und lebt in Morbach-Gonzerath.  Er war 13 Jahre lang in Gonzerath selbständig und führt seit acht Jahren einen Edeka-Markt in Büchenbeuren als Marktleiter. Klein ist Sprecher der Kreistagsfraktion und ist Mitglied im Gemeinderat von Morbach. Auch wenn er Hunsrücker ist, ist ihm die Mosel nicht fern, denn er hat eine Moselanerin geheiratet.

Er trat 1998 in die FDP ein. „Ich bin damals eingetreten, als die Wiesbadener Grundsätze 1997 verabschiedet wurden. Damals, zu   Zeiten von Helmut Kohl und Oskar Lafontaine, gab es für einen eher konservativ gespolten, aber sozial- liberal strebenden jungen Menschen nur eine Entscheidung. Daran hat sich unter den heute handelnden Personen nichts geändert,“ sagt er. Seine wichtigste politische Erfahrung ist es, immer die Frage  „Cui Bono – wem nutzt es?“ zu stellen.

 Frank Klein tritt für die Liberalen an.
Frank Klein tritt für die Liberalen an. Foto: TV/FDP

Klein: „Wenn man diese Frage aufgrund der Hintergründe beantworten kann, erklärt sich im politischen Kontext fast alles.“ Er ist seit 2017 Kreisvorsitzender und stellvertretender Bezirksvorsitzender der FDP und ist auch Sprecher der Kreistagsfraktion.   Seine Themenfelder sind Gastronomie, Tourismus, Handel, Wirtschaft, Haushalt und Finanzen. „Ich bin ein Zahlenfreund, kenne mich durch meinen Beruf mit Zahlen gut aus. Die anhaltend angespannte Lage vieler Kommunen treibt mich um“, sagt Klein und fordert dringende Reformen. Deshalb bringe er sich auch in den Fachausschuss Kommunalpolitik ein, dessen Vorsitzender er ist.

Gastronomie und Tourismus seien ebenfalls wichtige Bereiche, die die Region prägen. „Wir leben in einer gefragten Region, die  hochwertige Lebensmittel hervorbringt.  Darin kenne ich mich - nicht nur durch meinen Job - aus. Ich entstamme einer Gastwirt- und Geschäftsfamilie, die das über drei Generationen in Horath betrieben hat. Das ist meine Genetik,“ verrät der Kaufmann.

Die Corona-Krise mache auch dem produzierenden Gewerbe und den Dienstleistern zu schaffen. Da könne er mitfühlen und wisse um die teils sogar existenziellen Sorgen mancher Betriebe.

Den Wahlkreis will er direkt gewinnen, wozu er jede dritte Stimme benötige. Für die FDP im Land erhofft er sich jede elfte Stimme.