Photovoltaik oder Nahrung? Landwirte aus Longkamp wollen ihren Acker nicht wegen Solarpark verlieren

Kommen/Longkamp · Landwirte aus dem Hunsrück sehen den Bau eines zehn Hektar großen Solarparks mit Skepsis, da sie dadurch wertvolle Ackerflächen für den Nahrungsmittelanbau verlieren. Der klammen Gemeinde geht es bei dem Projekt hauptsächlich um die Verbesserung ihrer Einnahmesituation. Es gäbe landwirtschaftsfreundliche Alternativen, sagt der Bauern- und Winzerverband.

 Die Landwirte Mirjam und Matthias Balsiger, die in Longkamp den Hofladen Zimmer betreiben, fürchten wegen des geplanten Baus eines Solarparks im Nachbarort Kommen um wertvolle Ackerflächen.

Die Landwirte Mirjam und Matthias Balsiger, die in Longkamp den Hofladen Zimmer betreiben, fürchten wegen des geplanten Baus eines Solarparks im Nachbarort Kommen um wertvolle Ackerflächen.

Foto: TV/Christian Moeris

Der Ausbau der erneuerbaren Energien wie der Bau von Windkraftanlagen und Freiflächen-Fotovoltaikanlagen findet nicht nur Befürworter – insbesondere wenn er zu Konkurrenzsituationen führt. Der Bauern- und Winzerverband Bernkastel-Wittlich macht darauf aufmerksam, dass der Bau von großen Freiflächen-Fotovoltaikanlagen im gesamten Landkreis den Flächendruck und die Flächenknappheit verstärke und Pachtpreise für Ackerflächen und Weideland steigen lasse. Landwirte verlieren Äcker und Grünland und damit Flächen für die Nahrungsmittel- sowie Tierfutterproduktion.