Langsam durch das weltweite Netz

Die Internetverbindung von Axel Thiel in der Wittlicher Mozartstraße kommt zeitweise zum Erliegen und ist statt in Megabit nur noch in Kilobit messbar. Während die Telekom versucht, das Problem zu beheben, gibt es für die Anlieger in der Straße Blaue Jäger noch keine Lösung, schneller im Internet zu surfen.

Wittlich. Anlieger der Straße Blaue Jäger im Wittlicher Vitelliuspark hatten sich beim TV wegen einer schlechten Internetleitung bschwert, teilweise stünden ihnen nur maximal sechs Megabit pro Sekunde (mbit/s) zur Verfügung (der TV berichtete am 15. August). Die würden Axel Thiel, Anwohner der Mozartstraße, genügen.
"Ich habe einen Anschluss mit einer Übertragungsrate von sechs Mbit/s, der für mich völlig ausreicht", sagt er. Nach Angabe eines Kundenberaters seines Anbieters Telekom könne er mit einer Mindestübertragungsrate von drei Mbit/s rechnen. Doch dem sei nicht immer so. Mehrere Breitbandmessungen via Internet über die Adresse <%LINK auto="true" href="http://www.breitbandmessungen.de" text="www.breitbandmessungen.de" class="more"%> hätten Übertragungsergebnisse zwischen 0,13 und 0,66 Mbit/s im Download und im Upload zwischen 0,25 bis 0,36 Mbit/s festgestellt. Er habe zwar gewusst, dass die Mozartstraße schon immer ein schwarzes Loch in Sachen Internetverbindung gewesen sei, dennoch waren ihm die häufigen Leistungsengpässe zu groß. Zwei Beschwerden bei der Telekom wegen der Datenengpässe brachten keine Besserung.
Eine Anfrage des TV an die Telekom nach der Ursache für die Engpässe beantwortete das Unternehmen prompt. Bei einer Messung der Leitung hätte die Telekom keinen Leistungsabfall feststellen können, so Marion Fink von der Kommunikationsabteilung.
Allerdings hätte die Serviceabteilung der Telekom "mit Herrn Thiel telefoniert und vereinbart, dass sich einer unserer Techniker in der kommenden Woche vor Ort anschaut, woran es liegen könnte, sollte es doch mal zu einem Leistungsabfall kommen".
Zufriedener Kunde


Der Kunde sei mit dieser Lösung sehr zufrieden. Das bestätigt auch Axel Thiel selbst. "Die Telekom rief mich an und sagt mir zu, mir einen erfahrenen Techniker vorbeizuschicken, der sich das Ganze anschaut. Ihm könnte ich dann zudem alle offenen Fragen stellen. Das freut mich natürlich sehr", sagt Thiel. Er hoffe, dass sich das Problem dann löse.
Im Fall von Marco Klose, der in der Straße Blaue Jäger wohnt, bahnt sich noch keine Lösung an.
Zwar hat er als Reaktion auf den Artikel ein Angebot eines Anbieters für eine Internetverbindung via Funk bekommen, doch das ist für den Software-Entwickler wegen "Sicherheits- und Bandbreitenbedenken" keine Option. Dennoch gibt er die Hoffnung auf eine schnelle Internetverbindung für seine Adresse nicht auf.

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