Laterne, Laterne, am Zebrastreifen gerne ...

Laterne, Laterne, am Zebrastreifen gerne ...

Also irgendwie habe die Wittlicher zur Zeit wohl ganz schön viel Probleme mit brennenden oder eben auch nicht brennenden Lampen. Beim Oktoberfest sind so manche Besucher kurz vorm Durchglühen, dass sie sturztrunken von den Tischen fallen, sich gegenseitig auf die Nase hauen oder ihr Auto statt auf dem Schlossplatz in der Röntgenstraße suchen.

In der Kurfürstenstraße dagegen brennt seit Wochen eine Lampe zuwenig, so dass der Zebrastreifen dort immer noch aus "Sicherheitsgründen" gesperrt ist. Wenn man beobachtet, wie es seitdem dort zu geht, hat man allerdings das Gefühl, dass hier die Verantwortlichen auch nicht mehr ganz nüchtern waren, als sie die Idee mit den Gittern hatten. Die Fußgänger an dieser Stelle kann man jetzt in zwei Gruppen einteilen: Die Anarchos, die einfach neben dem Gitter auf die Straße springen und die ganz Korrekten, die brav um das Gitter herumlaufen zurück zum Zebrastreifen, über die Straße und dann wieder einen Haken schlagen - um das Gitter herum. Auch die Autofahrer spalten sich in zwei Lager: die zögerlichen Schleicher, die verunsichert warten, ob jemand über die Straße geht oder die rasanten, die dann meist mit einer quietschenden Vollbremsung vor dem Zebrastreifen stehen bleiben. Aber offenbar hat sich ja schon jemand Gedanken gemacht, wie man hier für mehr Licht sorgen kann. Hat doch in Meerfeld jemand an einer Baustelle Lampen und Batterien geklaut. Das war bestimmt ein Wittlicher! Wilma hatte jetzt übrigens noch eine ganz andere Idee. Am Freitag ist doch Martinszug in Wittlich und da werden ja bekanntlich jede Menge Laternen mitgeführt. Und was passiert danach mit all den liebevoll gebastelten Laternen? Meist fristen sie dann doch ein trauriges Dasein in Schränken oder Kellern, verknautschen und verstauben. Würden alle Kinder nach dem Abbrennen des Martinsfeuers ihre Laterne gegen eine Brezel eintauschen, wäre doch allen geholfen. Die Laternen könnten künftig den Zebrastreifen erhellen und daheim verstopften die gebrauchten Basteleien nicht mehr die Schränke. Und für die Sicherheit der Fußgänger wäre auch etwas getan. Bis dann, Euer