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Laufelder Hungermarsch feiert 30-jähriges Bestehen

Soziales : 30 Jahre gemeinsam unterwegs für Bolivien beim Laufelder Hungermarsch

(red) Der Hungermasch in Laufeld wird am Sonntag, 22. März, fortgesetzt. Seit 1996 wird ein Mädcheninternat in Bolivien unterstützt. 8000 Teilnehmer erwanderten mehr als 310 000 Euro. Nach der Auszeichnung mit dem Ehrenamtspreis durch Bischof Ackermann im vergangenen Jahr (der TV berichtete) ist die Veranstaltung in diesem Jahr ein Teil der Aktionen des Bistums zum Jubiläumsjahr „60 Jahre Bolivienpartnerschaft“.

Die Wurzeln des Hungermarschs in Laufeld liegen bei Resi Steilen. Sie brachte sich vor drei Jahrzehnten mit anderen zusammen im damaligen Pfarrverband Gillenfeld, zu dem das Dekanat Manderscheid gehörte, in der kirchlichen Jugendarbeit ein. Sie erklärt: „Wir wollten in unserer Gruppe mit dem ersten Hungermarsch einen ganz konkreten Beitrag gegen ungerechte Strukturen in der Welt leisten. Die Teilnehmer sollten sich Sponsoren für ihre gewanderten Strecken suchen. Die erste Veranstaltung am 25. März 1990 in Manderscheid unter der Leitung des damals neuen Pastoralreferenten Gregor Lauterbach war erfolgreich. Der Erlös kam der Bolivienpartnerschaft des Bistums zugute.“

Nach einer Begegnungsreise 1996 nach Bolivien kam der Kontakt zu den Schwestern des Instituto Mariano. Sie konnten wegen finanzieller Schwierigkeiten den Neubau eines Mädchen-Internats in Monteagudo nicht fortsetzen. Seitdem leistet die Hungermarsch-Aktion für die Schwestern in Monteagudo verlässliche Hilfe zur Selbsthilfe. Seit mehr als 20 Jahren wird der Hungermarsch von Gregor Lauterbach, Resi Steilen, Lisa Rauen, Sabine Greven und Helmut Hartmann organisiert.

Steilen: „Rund 8000 Teilnehmer haben seither mehr als 310 000 Euro in den 30 Jahren erwandert. Nachdem Schlafräume, ein Gebäude mit Nähraum und ein Büro, die Küche und der Speiseraum finanziert wurden, erhalten heute mehr als 100 Mädchen und junge Frauen eine Schul- und Berufsausbildung. Auch in diesem Jahr werden die Spendengelder in den weiteren Ausbau des Internates fließen.“

Nach der Pensionierung von Gregor Lauterbach will das eingespielte Team die Hungermarschaktion fortsetzen. Resi Steilen: „Das ist nur möglich, weil uns Kinder, Jugendliche und Erwachsene immer wieder ganz toll unterstützen. Jeder bringt seine Fähigkeiten ein.“

Die Teilnehmerkarten sind erhältlich beim Dekanatsbüro Wittlich, (Telefon 06571/14694 0, EMail: dekanat.wittlich@bistum-trier.de oder können über www.dekanat.wittlich@bistum-trier.de selbst ausgedruckt werden. Hotline: Helmut Hartmann, Telefon 0175/5586812. Die vereinbarten Beträge, die ohne jeden Abzug dem Projekt zugutekommen, sollen möglichst zeitnah nach dem Hungermarsch eingesammelt und auf das Konto Dekanat Wittlich, Sparkasse Mittelmosel EMH - BIC:MALADE51BKS IBAN: DE48 5875 1230 0032 4018 20 - Stichwort: Bolivien-Hungermarsch 2020, eingezahlt werden.