Lea Melcher trägt nun die Krone

Tränen des Abschieds treffen auf ein Lächeln der Vorfreude: Lea Melcher folgt als neue Stadtweinkönigin von Traben-Trarbach auf Katharina II., die schweren Herzens die Krone abgibt.

Traben-Trarbach. Lea Melcher ist die neue Stadtweinkönigin von Traben-Trarbach. Auf dem 55. Jakobusfest hat sie die Nachfolge von Katharina II. angetreten. Lea vertritt die Stadt und ihren Wein jetzt bei Festen, Messen und sonstigen Veranstaltungen. Bereits jetzt hat sie schon viele Termine in ihrem Kalender vermerkt, die sie in den kommenden Wochen wahrnimmt. Am kommenden Wochenende ist die neue Stadtweinkönigin auf der Kautenbacher Kirmes vertreten, Ende August ist sie zu Gast auf dem Weinfest in Winningen an der Terrassenmosel, nicht Untermosel, wie viele Besucher der Krönungszeremonie von der Moselweinkönigin Lisa Diedrichs aus Ellenz-Poltersdorf gelernt haben.
Diese war zu Gast bei der Krönungsfeier von Lea, die bei ihrem Einzug unter dem Geleit der Stadtschröter mit großem Applaus empfangen worden ist. "Das wird ein Sahnestück deines Lebens", sagt Moselweinkönigin Lisa zur neuen Stadtweinkönigin. Die 19 Jahre alte Lea Melcher hat im vergangenen Jahr ihr Fachabitur Gesundheit abgelegt. Kenntnisse über den Wein hat sie durch ihre Mithilfe in einer Vinothek und in einem ortsansässigen Weingut erlangt, verrät Stadtschröter Harald Pfeifer, der als Moderator durch die Krönungsfeier führt und die neue Stadtweinkönigin auch im Namen der Schröterzunft krönt, mit einem Augenzwinkern.
Aus seinem Weingut hat Lea auch ihren Königinnenwein ausgewählt: ein Riesling Hochgewächs fruchtsüß des Jahrgangs 2014, sagt Pfeifer. Doch vor der Krönung der neuen Stadtweinkönigin ist ihre Vorgängerin Katharina II. unter dem großen Applaus der zahlreichen Zuschauer und Weinmajestäten der benachbarten Orte sowie zahlreicher Ehrengäste im vollbesetzten Zelt verabschiedet und von Krönungsratmitglied Matthias Ganter als "Katharina die Große" geehrt worden.
Ihr Rückblick auf ihre Amtszeit verlief nicht ganz ohne Tränen der Wehmut und des Abschieds. Die zahlreichen Redner wie der VG-Bürgermeister Marcus Heintel haben bei der scheidenden Weinmajestät ihren Einsatz sowie ihre Herzlichkeit, Natürlichkeit und Fröhlichkeit hervorgehoben. cst