1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Leben gerettet: Hetzerather Ersthelfer 43 Mal im Einsatz

Leben gerettet: Hetzerather Ersthelfer 43 Mal im Einsatz

Defibrillatoren können Leben retten. 2007 hat auch die Gemeinde Hetzerath ein solches medizinisches Gerät angeschafft. Es kann durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen beenden. Einen Menschen konnten die Ersthelfer aus Hetzerath damit schon ins Leben zurückholen.

Hetzerath. Vor vier Jahren übergab die Ortsgemeinde Hetzerath den Defibrillator dem DRK Ortsverband Dierscheid, in dem Bereitschaftsleiter Frank Thörnig zuständig ist für die Betreuung der "first responder", also der Ersthelfer für die Bereiche Heidweiler, Dierscheid, Erlenbach, Hetzerath und Rivenich. Ihre Aufgabe ist es, die Zeit von der Alarmierung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken. In Hetzerath erfüllen drei ortsansässige Ersthelfer von DRK und Malteser Hilfsdienst ehrenamtlich diese Aufgabe für Hetzerath, Erlenbach und Rivenich. Einer von ihnen ist der Gemeindearbeiter Uwe Gansen, bei dem der Defibrillator stationiert ist.
Gerade in der ländlichen Gegend sind first responder besonders wichtig. "In Heidweiler und Dierscheid dauert es nach der Alarmierung nicht selten 30 Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes", berichtet Frank Thörnig. In Hetzerath, Erlenbach und Rivenich vergehen in der Regel 15 Minuten, bis der Rettungsdienst vor Ort ist. Da bei Herzinfarkt oder Schlaganfall jede Minute zählt, kommt den Ersthelfern eine besondere Bedeutung zu, diese Zeit mit lebensrettender Erstversorgung zu überbrücken. Tag und Nacht sind sie bereit, mit ihren Notfallrucksäcken auszurücken. 2009 waren die first responder aus Hetzerath 41 Mal im Einsatz, 2010 rückten sie 38 Mal aus, und 2011 wurden sie 43 Mal alarmiert. Innerhalb von 15 Minuten sind sie dort, wo Menschen in akuter Not sind.
Mehr als bezahlt gemacht


Seit 2007 setzten sie den Defibrillator in elf Fällen ein, davon fünf Mal bei einem Herzstillstand. Ein Mensch konnte erfolgreich reanimiert werden. In den anderen sechs Einsätzen diente das Gerät dazu, die Herzströme zur Überwachung des Patienten aufzuzeichnen. "Der Defi hat sich mehr als bezahlt gemacht", resümiert Frank Thörnig.
Das 2700 Euro teure Gerät verfügt nicht nur über die Funktion der EKG-Ableitung, es ist auch zur Reanimation sowohl Erwachsener als auch Kinder geeignet.
Im Kreis Bernkastel-Wittlich besitzt fast jede Ortsgemeinde einen Defibrillator, so Frank Thörnig. Nun kann sich auch Dierscheid freuen: Erwin Lautwein, Gründungsmitglied des DRK Dierscheid, spendet der Ortsgemeinde einen Defibrillator. In zwei Wochen ist Übergabe. sys