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Leben retten mit elektrischen Impulsen

Leben retten mit elektrischen Impulsen

DIERSCHEID. (red) 14 Teilnehmer aus den DRK-Ortsvereinen Dierscheid, Morbach, Thalfang und Wittlich nahmen an vier Wochenenden im Bürgerhaus Dierscheid an einer Sanitätsausbildung teil. Bei einem plötzlichen Herzstillstand können sie jetzt schneller helfen.

Zu Lehrgangsbeginn machte DRK-Kreisausbildungsleiter Peter Langer an einer Zahl deutlich, dass schnelles Handeln Leben retten kann. In Deutschland sterben etwa 170 000 Menschen jährlich an einem Herztod. In etwa. 80 Prozent der Fälle ist die Ursache des Kreislaufversagens ein Kammerflimmern. Das elektrische Reiz-Leitungs-System des Herzens ist gestört. Dadurch kann das Herz nur unzureichend sauerstoffreiches Blut durch die Adern des Körpers befördern und hört auf zu schlagen. Ist in dieser lebensbedrohlichen Situation noch Hilfe möglich? "Diesen plötzlichen Herztod kann in einem Drittel der Fälle durch eine frühestmögliche Defibrillation (erzeugt elektrische Impulse) verhindern. Aber nach acht bis zehn Minuten sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit auf unter zehn Prozent", erläuterte Ausbilder Peter Langer. Der praktische Einsatz des Defibrillators war einer der Schwerpunkte der 65 Stunden dauernden praktischen Ausbildung. Knochenbrüche und Unfälle von Kleinkindern

In der theoretischen und praktischen Abschlussprüfung mussten die Rotkreuzler zeigen, dass sie über Kenntnisse verfügen, wie die Ruhigstellung von Knochenbrüchen, den Notarzt unterstützen beim Anlegen von Infusionen, das Verhalten bei Gefahrenunfällen und die Ersthilfe bei Unfällen von Kleinkindern. Dierscheid ist auch Stützpunkt eines First-Responder-Teams. Die Ersthelfer werden über Funk sofort an den Unfallort beordert und können im Notfall die Erstversorgung bis zum Eintreffen des Notarztes übernehmen. Die erfolgreichen Lehrgangsteilnehmer sind Jörg Engler, Brigitte Ertz, Sandra Gansen, Sebastian Gorges, Vivianne Guérin, Sebastian Herget, Sabrina Lamberty, Petra Massing, Doris Schmidt, Friedhelm Schmidt, Thomas Stoll, Maria Thörnig, Jaqueline Zang und Eileen Zimmer.